Ansprechpersonen

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu den Museen Freiburg oder organisieren Besichtigungs- und Interviewtermine.

Julia Wilms, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Museen Freiburg

Fabian Vögtle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Hinweis an Medienschaffende

Die hier zur Verfü­gung gestell­ten Pres­se­bil­der und -informationen dürfen ausschließ­lich von Medien (Print, Online, TV, Radio) kosten­frei für die aktu­elle Bericht­er­stat­tung zur jewei­li­gen Ausstel­lung oder zum Projekt verwen­det werden. Sie dürfen ohne ausdrück­li­che Geneh­mi­gung der jewei­li­gen Rech­te­inha­ber*innen nicht für andere Zwecke genutzt werden. Eine Weitergabe der Bilder an Dritte ist grundsätzlich untersagt. Bei Verwen­dung der Pres­se­bil­der sind die mitge­lie­fer­ten Urhe­ber- und Rech­te­nach­weise zu beach­ten und eben­falls im direk­ten Zusam­men­hang mit dem jewei­li­gen Bild unver­än­dert wieder­zu­ge­ben.

Wir bitten jeweils um ein Belegexemplar an julia.wilms@freiburg.de oderfabian.voegtle@freiburg.de.

Presse-Kits zu aktuellen Projekten

20. Mai 2026 bis 3. Januar 2027

Voll unfair!

Museum Natur und Mensch

Globale Märkte und lokale Lebenswelten sind eng miteinander verbunden. Die Ethnologische Sammlung des Museums Natur und Mensch nimmt in der Ausstellung „Voll unfair!“ ab Mittwoch, 20. Mai, zwei sehr unterschiedliche Produkte in den Fokus: Kakao und Zement. Zwei künstlerische Positionen zeigen bis Sonntag, 3. Januar 2027, dass beide viel gemeinsam haben. Es geht um Ausbeutung, Widerstand und Hoffnung. Die Ausstellung rückt Frauen als zentrale Akteurinnen in den Fokus und macht Mut zu Veränderungen.

Pelle Cass, Choi Hung Estates, Day Two, 2023, Ausschnitt, Courtesy the artist, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

1. Mai – 11. Oktober 2026

SPIELFELD. Sport & Kunst

Museum für Neue Kunst

Das Museum für Neue Kunst verwandelt sich ab Freitag, 1. Mai, in ein Spielfeld, die Besuchenden werden zu Akteur*innen oder Beobachter*innen an der Seitenlinie: Die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ eröffnet neue Perspektiven. Was geschieht, wenn man Regeln verändert oder völlig neu denkt? Funktionen und Formen von Sportgeräten abwandelt? Oder Sport vom Leistungsgedanken befreit? Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich, der in der Ausstellung mit Audio-Kommentaren zu einzelnen Kunstwerken vertreten ist. Die Schau läuft bis Sonntag, 11. Oktober.

Foto: Marc Doradzillo

ab Samstag, 28. Februar 2026

Gesamteröffnung Augustinermuseum

Augustinermuseum

Das vollständig sanierte Augustinermuseum eröffnet – Freiburg erhält damit einen Kulturort zurück, der weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Mit Fertigstellung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent und den Gewölbekellern ist das Haus komplett: Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit ist das denkmalgeschützte Gebäude nun vollständig erneuert. Modern, barrierearm, interaktiv und partizipativ präsentiert das Museum auf rund 3400 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Foto: Patrick Seeger

27. Januar – 13. September 2026

Ende der Zeitzeugenschaft?

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Bald wird es keine lebenden Zeitzeug*innen der NS-Verbrechen mehr geben. Überlebende des Holocaust werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen dann nicht mehr persönlich mitteilen können. Die Sonderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) der Museen Freiburg hinterfragt, was Zeitzeug*innenschaft ist und welche Bedeutung sie in der Gesellschaft seit 1945 hat. Die Ausstellung läuft von Dienstag, 27. Januar, bis Sonntag, 13. September.

Foto: Marc Doradzillo

Januar bis Dezember 2026

Ausstellungsvorschau 2026

Museen Freiburg

Die Museen Freiburg starten 2026 mit einem vielseitigen Programm. Das Highlight ist die Eröffnung des sanierten Augustinermuseums Ende Februar. Im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus steht außerdem die erste Sonderausstellung an. Das 35. Jubiläum der beliebten Familienausstellung „Vom Ei zum Küken“, das interaktive Projekt „Spielfeld. Sport & Kunst“ oder das „Archäo-Labor“ versprechen Abwechslung. Alle Ausstellungen im Überblick:

ab sofort

Eröffnung Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Es ist ein Meilenstein der modernen Erinnerungskultur und der Demokratieförderung in Freiburg: Das neue Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) ist ab sofort eröffnet. 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schafft die Stadt Freiburg mit einem neuen Erinnerungs- und Lernort einen dauerhaften Raum zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur. In das direkt angrenzende Rotteckhaus zieht zeitgleich die Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) ein.

Pressemitteilungen

Meldung vom 19.05.2026

Globale Märkte und lokale Lebenswelten: Kunstausstellung „Voll unfair!“ im Museum Natur und Mensch widmet sich Kakao- und Zementproduktion

Globale Märkte und lokale Lebenswelten sind eng miteinander verbunden. Die Ethnologische Sammlung des Museums Natur und Mensch nimmt in der Ausstellung „Voll unfair!“ ab Mittwoch, 20. Mai, zwei sehr unterschiedliche Produkte in den Fokus: Kakao und Zement. Zwei künstlerische Positionen zeigen bis Sonntag, 3. Januar 2027, dass beide viel gemeinsam haben. Es geht um Ausbeutung, Widerstand und Hoffnung. Die Ausstellung rückt Frauen als zentrale Akteurinnen in den Fokus und macht Mut zu Veränderungen. *br* Der aus Ecuador stammende und in Freiburg lebende Künstler Marcello Martinez Vega thematisiert in seiner Installation „el Pais del Cacao“ Kakao-Produktion in Ecuador. Kakao ist dort seit Jahrhunderten nicht nur Genussmittel und Exportschlager, sondern auch spirituelles Gut von großer kultureller Bedeutung. Martinez Vega verknüpft in seiner Präsentation historische und zeitgenössische Perspektiven auf Anbau, Verarbeitung und Vermarktung. Hierfür arbeitet er mit dem Projekt „Mashpi Chocolate“ im Nebelwaldgebiet des Anden-Chocó zusammen. Kakao wird dort in Agroforstsystemen kultiviert, wodurch Biodiversität und Böden geschont werden; zugleich stärken von Frauenkooperativen ausgehende Initiativen wirtschaftliche Unabhängigkeit und eröffnen faire Perspektiven vor Ort. *br*  Den zweiten Raum hat die Wissenschaftlerin und Künstlerin Dewi Candraningrum aus Java, Indonesien, gestaltet. Sie beschäftigt sich mit dem Kalksteinabbau im Kendeng-Gebirge und den damit verbundenen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Der Widerstand von Frauen vor Ort, die sich mutig gegen die Zerstörung ihres Lebensraums wehren, steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Das Kendeng-Gebirge besteht aus einer Karstlandschaft mit unterirdischen Wasserreservoirs und Höhlensystemen. Der Abbau von Kalkstein für die Zementproduktion zerstört diese natürlichen Wasserssysteme, von denen viele umliegende Dörfer und landwirtschaftliche Flächen, die nicht an die staatliche Wasserversorgung angebunden sind, abhängig sind. Der Bau von Zementfabriken hat seit den 2010er-Jahren zu anhaltenden Konflikten mit lokalen Gemeinden geführt. Bekannt wurden die Proteste der sogenannten „Kartinis von Kendeng“, einer Gruppe von Frauen, die für den Schutz ihrer landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen kämpfen. Candraningrums Arbeiten machen diese ökologischen und sozialen Entwicklungen erfahrbar und stellen Fragen nach Verantwortung, Beteiligung und Gerechtigkeit. *br*  Um einen Perspektivwechsel anzustoßen, die museale Deutungshoheit bewusst zurückzunehmen und eine dekoloniale Ausstellungspraxis zu erproben, hat das Museum Natur und Mensch beide Räume komplett von den Künstler*innen kuratieren lassen. *br*  Auch der dritte Raum, entwickelt vom Museums- und Vermittlungsteam, widmet sich Herkunft und Herstellung von Konsumgütern; es geht um Umweltschutz und den Einsatz für faire Arbeitsbedingungen. Auch in Freiburg tragen wir Verantwortung. Woher kommen unsere Waren, und wie können wir positive Veränderungen anstoßen? Eine Scan-Station informiert zu Ursprung und Herstellungsprozessen typischer Supermarktprodukte wie Schokocreme, Thunfisch oder Obstkonserven. Malvorlagen, eine Leseecke und eine Diskussionswand regen zum Nachfragen und Mitreden an. Der Raum vertieft die Themen der Sonderausstellung, lenkt den Blick auf Lieferketten und Zertifizierungen, gibt Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen des Museums und lädt zur Auseinandersetzung mit kultureller Aneignung ein. *br*  Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung: von Workshops zur Schokoladenherstellung und Kakaozeremonie über eine Exkursion in den Botanischen Garten bis hin zu einem Vortrag über den Protest im Kendeng-Gebirge und einer Diskussionsrunde zur Rolle von Frauen in sozialen Bewegungen. Alle Informationen gibt es unter www.museen.freiburg.de/mnm *br*  Das Museum Natur und Mensch ist dienstags von 10 bis 19 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, Mitglieder des Freundeskreises, mit Freiburg-Pass, Familien-Card oder Museums-Pass-Musées ist der Eintritt frei.
Meldung vom 08.05.2026

Musik von Geisterhand, Sport-Kunst-Abzeichen, Forschungsstationen und vieles mehr: die Museen Freiburg mit Freude entdecken / Internationaler Museumstag am Sonntag, 17. Mai, lockt mit kostenlosem Eintritt, einem attraktiven Programm und Mitmachaktionen in die fünf Häuser

Museen mit Freude entdecken! Unter diesem Motto findet am Sonntag, 17. Mai, der Internationale Museumstag statt und die Museen Freiburg sind wieder mit dabei. Von 10 bis 17 Uhr erwartet die Besuchenden in Augustinermuseum, Museum für Neue Kunst, Museum Natur und Mensch, Archäologischem Museum Colombischlössle und Dokumentationszentrum Nationalsozialismus neben freiem Eintritt auch ein vielseitiges Programm. Von kreativen Mitmachangeboten über Führungen bis hin zu spannenden Forschungs- und Informationsformaten – für jede*n ist etwas dabei. *br*  Im Augustinermuseum am Augustinerplatz gibt es von 10.30 bis 16.30 Uhr eine Rallye für Familien, bei der Nachwuchsdetektiv*innen einen spannenden Fall lösen. In der Werkstatt der Museumspädagogik sind zeitgleich alle eingeladen, ein persönliches Andenken zu gestalten. Eine Familienführung widmet sich um 10.30 Uhr der mittelalterlichen Münsterbaustelle und um 11.30 Uhr beleuchtet die Kurzführung „Vom Kruzifix zum Kleiekotzer“ unterschiedliche religiöse Ausdrucksformen im Schwarzwald. Von 13 bis 16.30 Uhr entstehen im FREI_Raum kleine Raumkunstwerke zum Träumen. Hier findet um 15 Uhr auch eine inklusive Aktionsführung mit Gebärdensprachdolmetscherin statt. Und auch musikalisch ist einiges geboten: Um 12.30 Uhr gibt es Orgelmusik mit Studierenden der Musikhochschule und um 14, 15 und 16 Uhr erläutert ein Experte die Technik des selbstspielenden Welte-Flügels und führt ihn vor. *br*   Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, lädt Interessierte um 10.30 und 11.30 Uhr zu interaktiven Kurzführungen durch die Ausstellung „SPIELFELD. Sport & Kunst“ ein. Hier werden Besuchende zu Akteur*innen oder Beobachter*innen an der Seitenlinie. Von 14 bis 17 Uhr können Familien das „Sport-Kunst-Abzeichen“ machen und eine Medaille mit nach Hause nehmen. *br*   Im Museum Natur und Mensch, Gerberau 32, gibt es um 13.30 Uhr ein „Rendezvous mit der Queen“. Bei der inklusiven Führung mit Gebärdensprachdolmetscherin erkunden Gehörlose und Hörende das Leben im Bienenstock und beobachten das fleißige Treiben der Museumsbienen. Wer findet ihre Königin? Die Museumspädagogik bietet in der Gerberau 15 von 10.30 bis 16.30 Uhr eine offene Forschungswerkstatt an. Was fressen eigentlich Eulen? Warum sind Schmetterlinge so bunt? Unterschiedliche Stationen laden Neugierige jeden Alters ein, Natur neu zu entdecken. *br*   Im Archäologischen Museum Colombischlössle , Rotteckring 5, tauchen Klein und Groß in die Geschichte ein: Um 10.30 Uhr widmet sich eine inklusive Führung mit Gebärdensprachdolmetscherin internationalen Netzwerken im frühen Mittelalter, um 12.30, 14.30 und 15.30 Uhr folgen Kurzführungen zum selben Thema. Familienführungen laden um 11,13, 14, und 15 Uhr zu einer fantastischen Spurensuche im frühen Mittelalter ein. Von 12 bis 16.30 Uhr dreht sich bei Mitmachangeboten alles um geheimnisvolle Zeichen – hier werden Namen in Runenschrift geprägt und glänzende Buttons gestaltet. *br*   Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus , Rotteckring 14, bietet von 10.30 bis 12 Uhr unter dem Motto „Hinter den Fassaden“ eine Führung durch die Dauerausstellung an. Um 11 Uhr erläutert eine Führung historische Spuren am Gebäude des ehemaligen Verkehrsamtes. In der Erinnerungswelten-Werkstatt beschäftigen sich Besuchende von 11 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr mit Comics und Graphic Novels zur NS-Zeit und werden selbst kreativ. Die Rallye „Historische Spuren“ lädt Erwachsene und Kinder ab 8 Jahren zum Miträtseln ein. Kurzführungen durch Dauer- oder Sonderausstellung finden außerdem um 12, 14 und 16 Uhr statt. Von 13 bis 14 Uhr erhalten Interessierte im Seminarraum einen Überblick über die Möglichkeiten, in Archiven nach Angehörigen während der NS-Zeit zu recherchieren. Eine Themenführung widmet sich von 14.30 bis 16 Uhr Männern*, die nach §175 für (vermeintliche) homosexuelle Handlungen verfolgt wurden – vor, während und auch lange nach der NS-Zeit. *br*   Das Programm der Museen Freiburg gibt es unter www.museen.freiburg.de/aktuelles *br*   Der Internationale Museumsrat ICOM macht mit dem Aktionstag weltweit auf die Vielfalt und Bedeutung der Museen aufmerksam. Alle Informationen stehen auf www.museumsbund.de/internationaler-museumstag
Meldung vom 30.04.2026

Ausprobieren, Barrieren abbauen und Regeln neu denken: Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ im Museum für Neue Kunst / Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich

Das Museum für Neue Kunst verwandelt sich ab Freitag, 1. Mai, in ein Spielfeld, die Besuchenden werden zu Akteur*innen oder Beobachter*innen an der Seitenlinie: Die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ eröffnet neue Perspektiven. Was geschieht, wenn man Regeln verändert oder völlig neu denkt? Funktionen und Formen von Sportgeräten abwandelt? Oder Sport vom Leistungsgedanken befreit? Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich, der in der Ausstellung mit Audio-Kommentaren zu einzelnen Kunstwerken vertreten ist. Die Schau läuft bis Sonntag, 11. Oktober. *br*   17 internationale Künstler*innen hinterfragen in teils raumgreifenden Werken soziale, kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen des Sports. Als Massenphänomen verbindet er Menschen und stiftet Identität. Gleichzeitig sind Zugangshürden allgegenwärtig. Welche Erwartungen, Vorstellungen und Vorurteile prägen unseren Blick?  Was bedeuten Hindernisse und Verletzlichkeit im Sport? Welche Rolle spielen Gewinnen und Verlieren? Die Ausstellung spürt diesen und weiteren Fragen nach und erprobt neue Formen des Zusammenspiels. *br*   Viele Arbeiten laden zum Mitmachen ein und stellen Gewohntes auf die Probe. Beispielsweise „PINGPINPOOLPONG (or how I learned to laugh at failure)“, eine Installation von Basim Magdy: Auf einer Tischtennisplatte machen variabel einsetzbare Hindernisse die Flugbahn des Balles unkontrollierbar. Es liegt an uns, neue Spielregeln zu finden – am besten beim gemeinsamen Lachen über Fehler. Irritation rufen auch die eckigen Bälle aus Mario* Sinnhofers Arbeit „VFB versus BALL“ hervor. Handelt es sich hierbei um Sportgeräte oder künstlerische Objekte? Oder beides? Sinnhofers Bälle werden inzwischen auch von Profivereinen für das Training verwendet, denn das ungewohnte Roll- und Sprungverhalten ist herausfordernd. Die Konzept-Künstlerin Yoko Ono, in deren Werken oft gemeinsames Handeln im Mittelpunkt steht, hat 1966 ein Schachspiel geschaffen, in dem alles komplett Weiß gehalten ist: Schachbrett, Figuren, Tisch und Stühle: „Play It By Trust“ lenkt den Blick auf Vertrauen, Erinnerung und die gemeinsame Herausforderung. *br*   Mehrere Werke wurden eigens für „Spielfeld“ neu entwickelt oder erweitert. Basim Magdy präsentiert mit „Discovering Fire“ eine Serie von Polaroids, die den Versuch zeigen, übergroße Gegenstände in einen Basketballkorb zu werfen. Was bringt eine Herausforderung, die zum Scheitern verurteilt ist? Thenjiwe Niki Nkosi erweitert für Freiburg ihre Soundarbeit „Arena VI“ und realisiert mit „Notes on Falling“ eine raumgreifende Wandinstallation, die den Moment des Fallens von Sportler*innen thematisiert. *br*   Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Schnupperkurse des Vereins Benefit, die sich zum Teil auch an Rollstuhlfahrer*innen richten, geben die Möglichkeit, wöchentlich eine andere Sportart zu erproben – von Line Dance über Capoeira bis hin zu Pilates. Der Künstler Georg Winter bietet einen Bewegungs- und Trainingsworkshop zur „Annemarie-Methode“ an, der den Umgang mit Barrieren praktisch erlebbar macht. Digitale Künstler*innengespräche mit Thenjiwe Niki Nkosi und Guido van der Werve vertiefen inhaltliche Fragen der Ausstellung. Ein Poetry Slam zum Thema „Höher, schneller, weiter?“ übersetzt sportliche Narrative in poetische Formen. Auch für kleine Sport- und Kunstfans heißt es bei Familienveranstaltungen: kicken, werfen, jonglieren und mutig Regeln hinterfragen. Alle aktuellen Veranstaltungen gibt es unter www.museen.freiburg.de/mnk/sonderausstellungen-mnk . *br*   „Spielfeld“ versammelt Positionen von Astrid Heibach, Basim Magdy, Erwin Wurm, Guido van der Werve, Jack Goldstein, Jean Jacoby, Lygia Clark, Mark Bradford, Mario* Sinnhofer, Michael Klant, Pelle Cass, R. Eric McMaster, Thenjiwe Niki Nkosi, Thomas Liu Le Lann, Valie Export, Yoko Ono und Zuzanna Janin. Das Team des Museums für Neue Kunst hat die Ausstellung gemeinsam kuratiert. Das Projekt entstand in Kooperation mit den Vereinen Benefit und Ring Freiburg, die gemeinsam mit dem Museum Wege zu mehr Teilhabe entwickeln. Unterstützt wird die Schau von der Renate und Waltraut Sick Stiftung. *br*   Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Fördervereins, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées ist er frei. Tickets gibt es an der Museumskasse oder unter www.museen-freiburg.de/shop .
Meldung vom 10.03.2026

Erfolgreicher Start des Augustinermuseums: Über 20.000 Gäste in der Eröffnungswoche

Nach mehr als 20 Jahren ist das Augustinermuseum seit Samstag, 28. Februar, wieder vollständig für Besucher*innen geöffnet. Gefeiert wurde dies mit einem abwechslungsreichen Programm und kostenfreiem Eintritt bis Sonntag, 8. März. Das Haus am Freiburger Augustinerplatz zieht nach der ersten Woche mit mehr als 20.000 Gästen eine positive Bilanz. *br*  Die Leitende Direktorin der Museen Freiburg und Direktorin des Augustinermuseums Jutta Götzmann freut sich: „Das Augustinermuseum hat mit dem Wiedereinzug seiner kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen einen glänzenden Start geschafft. Das gesamte Team war mit großem Engagement im Einsatz, um den Ansturm zu meistern. In vielen Gesprächen erlebten wir Begeisterung für die hochwertige Sanierung und die thematische Vielfalt der Ausstellung – sehr schön und emotional. Besonderen Zuspruch fanden die Schatzkammer, aber auch die Welte-Lounge mit automatischem Steinway-Welte-Flügel und Schaudepot sowie die vielen Beteiligungsstationen. Etliche Freiburger*innen sind auch an mich herangetreten, weil sie das Augustinermuseum fördern möchten, das freut mich natürlich sehr!“ *br*  Allein am ersten Wochenende, das ein abwechslungsreiches Programm bot, kamen über 7000 Menschen. Neben den neuen Ausstellungsräumen stießen das Museumscafé Kien, der historische Kreuzgang und der Zinnengarten auf großes Interesse. Das Museum strahlte über den Augustinerplatz hinaus in die Stadt und lockte auch viele Passant*innen ganz spontan an. *br*  Auch ohne Veranstaltungen nutzen von Dienstag, 3. März, bis Sonntag, 8. März über 13.200 Menschen den freien Eintritt für einen Museumsbesuch. Wegen des großen Andrangs musste der Zutritt in einzelne Räume, etwa die Stadtgeschichte oder die Schatzkammer, mit einer maximalen Personenzahl reguliert werden. Ausweichmöglichkeiten gab es auf den 3400 m² Ausstellungsfläche genug. *br*  Viele Besuchende kannten das Haus bereits aus der Vergangenheit und äußerten sich nun begeistert über die Veränderungen, andere kamen zum ersten Mal und zeigten sich beeindruckt. Insgesamt fielen die Rückmeldungen sehr positiv aus, was auch an den zahlreichen Einträgen im Gästebuch abzulesen ist. Besonderes Lob erhielt das „Gesamtkunstwerk Augustinermuseum“ mit seiner Kombination aus mittelalterlichem Gebäude und aktuellen Ausstellungen. *br*  Ab sofort startet der reguläre Museumsbetrieb mit Führungen, Workshops, Konzerten und Familienangeboten. Das Augustinermuseum mit dem Café Kien ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Menschen unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard oder Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt als Tageskarte für alle Häuser der Museen Freiburg. Die Jahreskarte der Museen Freiburg kostet weiterhin 30 Euro und ist damit besonders für Menschen aus der Region sehr attraktiv. Alle Informationen zum Augustinermuseum, zu den Veranstaltungen und Bildungsangeboten gibt es unter www.museen.freiburg.de . *br*  Hinweis an die Redaktionen: Das angehängte Foto können Sie mit folgendem Bildnachweis honorarfrei verwenden: Stadt Freiburg / Patrick Seeger. *br*  Weitere Pressebilder gibt es unter www.museen.freiburg.de/presse .
Meldung vom 26.02.2026

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit: Komplett saniertes Augustinermuseum öffnet am Samstag, 28. Februar, seine Türen / 1600 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche im Konventgebäude und in den Gewölbekellern des ehemaligen Klosters / Von der mittelalterlichen Ritterrüstung bis zum Protestschild der Klimabewegung: Stadt- und Kulturgeschichte stehen im Fokus / Freier Eintritt bis Sonntag, 8. März

Das vollständig sanierte Augustinermuseum eröffnet – Freiburg erhält damit einen Kulturort zurück, der weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Mit Fertigstellung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent und den Gewölbekellern ist das Haus komplett: Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit ist das denkmalgeschützte Gebäude nun vollständig erneuert. Modern, barrierearm, interaktiv und partizipativ präsentiert das Museum auf rund 3400 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. *br* Gefeiert wird die Fertigstellung mit einem Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März. Der Eintritt ist bis einschließlich Sonntag, 8. März, kostenfrei. Mit rund 1600 Quadratmetern zusätzlicher Ausstellungsfläche auf vier Etagen verändert sich das Augustinermuseum spürbar. Im Fokus stehen jetzt stadt- und kulturgeschichtliche Themen, die einen deutlichen Gegenpol zur Ausstellung überwiegend sakraler Kunst im ehemaligen Kirchengebäude bilden. Auch der Einsatz neuer Medien – von Präsentationen und Animationen über interaktive Stationen bis hin zum immersiven Raum – macht den Unterschied. In vielen Bereichen können Besucher*innen sich beteiligen, ihre Meinung äußern, in Dialog treten oder sogar eigene Objekte für die Ausstellung vorschlagen. Das Museum öffnet sich für Partizipation und wendet sich dezidiert an die Freiburger*innen. Da es alle Inhalte dreisprachig in Deutsch, Englisch und Französisch anbietet, etabliert sich das Augustinermuseum als besonderes kulturelles Leuchtturmprojekt im Dreiländereck und als feste Anlaufstelle für Tourist*innen. *br*  Martin Horn, Oberbürgermeister „Heute ist ein lang ersehnter Festtag für Freiburg. Mit der vollständigen Eröffnung des Augustinermuseums kehrt ein kultureller Leuchtturm in unsere Stadt zurück, der weit über die Region hinausstrahlt. Viele Menschen haben über Jahre hinweg mit großem Engagement, mit Fachwissen und vor allem mit Herzblut daran gearbeitet, dieses einzigartige Baudenkmal zu bewahren und zugleich zu einem modernen Museum weiterzuentwickeln. Mein besonderer Dank gilt dem Gemeinderat, der dieses Projekt über lange Zeit mitgetragen hat, sowie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die es mit ihrer Unterstützung möglich gemacht haben. Dass dieses Haus nun in seiner ganzen Vielfalt erlebbar ist, ist das Ergebnis einer starken Gemeinschaftsleistung. Nun ist das Museum offen für alle – ich lade die Freiburgerinnen und Freiburger herzlich ein, dieses besondere Stück Stadtgeschichte neu zu entdecken und mit Leben zu füllen.“ *br* Ulrich von Kirchbach, Kulturbürgermeister „Ich bin froh und dankbar, dass die Sanierung und Erweiterung des Augustinermuseums nun noch kurz vor Ende meiner Amtszeit als Bürgermeister vollendet werden konnte. Es war ein langer Weg mit vielen Höhepunkten und auch Tiefschlägen. Aber der engagierte Einsatz der vielen Beteiligten hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Denn mit der Eröffnung gewinnt Freiburg einen Kulturort von internationaler Strahlkraft, der viele Gäste anziehen und damit wesentlich zur Belebung der Innenstadt beitragen wird. Wir laden alle Freiburgerinnen und Freiburger ein, die Gelegenheit zu ergreifen, einen neuen, frischen Blick auf Freiburger Kunst- und Kulturgeschichte zu gewinnen.“ *br*  Martin Haag, Baubürgermeister „Wir sind sehr froh, dass wir heute hier im neuen Augustinermuseum stehen. Nach mehr als 20 Jahren Bauzeit können wir dieses für Freiburg so wichtige Museum einweihen. In diesen über zwei Jahrzehnten ist seit dem ersten Mauerdurchbruch viel passiert: Es war ein langer und harter Weg, der uns vor viele Herausforderungen gestellt hat. Drei Bauabschnitte waren nötig, um aus einem alten, heruntergekommenen, denkmalgeschützten Gebäude ein neues, hochmodernes Museum im Herzen von Freiburg zu machen: Viele geplante, aber auch unvorhersehbare Herausforderungen mussten vom Team Augustiner im Immobilienmanagement und den Architekt*innen und Ingenieur*innen gemeinsam gemeistert werden. Ein großer Dank an alle, die dieses ungemein komplexe Bauvorhaben gemeistert und zum Erfolg geführt haben. Insbesondere die vielen Bauleute in Planung und Handwerk. Wir sind sehr froh über ein neues großartiges Museum und ebenso über ein großartig saniertes historisches Gebäude im Herzen Freiburgs.“    *br*  Von der Schatzkammer bis zum FREI_Raum: die neuen Ausstellungsbereiche Mit den Themenbereichen im gesamten Gebäudekomplex, der neben der historischen Klosteranlage auch das bis 2016 neu errichtete Haus der Graphischen Sammlung umfasst, spannt das Museum einen weiten Bogen von der frühen Geschichte bis in die Gegenwart. *br*  In der Schatzkammer erzählen mittelalterliche Bildteppiche spannende Geschichten, etwa der berühmte „Weiberlistenteppich“ aus den 1320/30er Jahren. Meisterwerke der Goldschmiedekunst wie der filigrane „Krippelekelch“ aus dem 18. Jahrhundert oder Raritäten wie der Adelhauser Tragaltar aus dem 8. Jahrhundert, einer der ältesten Tragaltäre überhaupt, werden ebenso präsentiert wie der Silberaltar des Freiburger Münsters, der in der ehemaligen Klostersakristei einen neuen Ort gefunden hat. *br*  Von Rittern, Bächle und Jahrhundertbaustellen: Was Freiburg in den vergangenen 900 Jahren prägte und wie sich die Stadt entwickelte, zeigen zahlreiche Objekte und Modelle. Im Fokus steht auch die faszinierende Baugeschichte des Münsters, es war im Mittelalter zentraler Treffpunkt und weit mehr als ein Gotteshaus. Originale Sandsteinskulpturen, eine sensible historische Architekturzeichnung, Hands-On- und Medien-Stationen vermitteln vielschichtige Inhalte der Stadtgeschichte. *br*  Früher prägte die christliche Religion die Region, hinzu kamen kleine jüdische Gemeinden außerhalb der Stadt. Heute stellt sich die Welt anders dar. Menschen aus unterschiedlichen Ländern bringen ihre Religionen mit oder gehören keiner Glaubensgemeinschaft mehr an. Das Museum bietet Raum für respektvollen Austausch, Interaktion und Partizipation. *br*  Beim Blick auf die historischen Klöster im Schwarzwald zeigt sich, dass sie früher nicht nur das Land mit der christlichen Religion prägten, sondern sich auch durch soziales Engagement und Förderung von Wirtschaft und Wissenschaft auszeichneten. Männer- und Frauenorden unterschieden sich dabei deutlich. *br* Ein besonderes Erlebnis ist die immersive Rauminstallation zum Schwarzwald . Besucher*innen schließen sich einem traditionellen Hochzeitszug an oder stapfen durch verschneite Winterlandschaften. Gemälde und Objekte der Sammlung erwachen um sie herum zum Leben und erzählen von Brauchtum, handwerklichen Innovationen, Umweltthemen und Tourismus. Daneben verdeutlicht eine Sammelvitrine die Bedeutung des Glasbläserhandwerks im Schwarzwald. Verschiedenste Objekte zeugen von beeindruckender Kunstfertigkeit und Vielfalt. *br*  Der Bereich Protest und Revolution schlägt den Bogen von der Badischen Revolution über die Studierendenbewegung der 1960er Jahre bis hin zu aktuellen Protesten wie „Fridays for Future“ oder „I can’t breathe“. Was trieb und treibt Menschen auf die Straßen? Interaktive Protestschilder laden zur Beteiligung ein. *br*  Die Welte-Lounge rückt ein bedeutendes Kapitel Freiburger Musikgeschichte in den Fokus, denn die selbstspielenden Instrumente der Firma M. Welte & Söhne sind international bekannt. Berühmte Pianist*innen und Komponist*innen spielten Werke für Notenrollen ein, die etwa der Steinway-Welte-Reproduktionsflügel bis heute dynamikgetreu abspielt. Das Schaudepot zeigt rund 1300 Notenrollen, daneben bietet eine Medienstation Musik auf Knopfdruck. *br*  Pompöse Pracht, theatralische Inszenierungen, bewegte Kompositionen und eine große Bandbreite an Themen, von der Mythologie über Landschaft und Stillleben bis zum Porträt – all das erwartet Besucher*innen der Barockgalerie, die Malerei von 1600 bis 1800 zeigt. Wie zur Entstehungszeit üblich, präsentieren sich die Gemälde in dichter Hängung neben- und übereinander. *br*  Die Erstbespielung „Freiburger Frauen* im Blick“ der digitalen Porträtgalerie ist eine Kooperation mit dem Verein Element 3 und der Fotografin Britt Schilling. Zu sehen sind rund 80 Fotos – Momentaufnahmen, die einen Ausschnitt unserer pluralistischen Stadtgesellschaft zeigen. *br* Im FREI_Raum entwickelt das Augustinermuseum gemeinsam mit unterschiedlichen Akteur*innen aus Freiburg und der Region Projekte und Ideen. In der ersten Jahresausstellung „Zukunfts(t)räume. Ein Museum im Wandel“ blickt das Haus nach Jahren des Umbaus zurück und denkt gemeinsam mit den Freiburger*innen in die Zukunft. Wie sollen sich Stadt und Museum weiterentwickeln? *br*  Außerdem begrüßt das Café Kien im historischen Kreuzgang und dem Zinnengarten seine Gäste mit einem täglich wechselnden Mittagstisch, herzhaften Snacks, Kuchen und kleinen Süßigkeiten. *br*  Eröffnungswochenende und weitere Informationen Das Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März, bietet ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen: Besucher*innen erwartet Speed-Dating, der selbstspielende Welte-Flügel in Aktion oder kreative Mitmachangebote für Klein und Groß. Jazzmusik-Fans kommen mit der Freiburger Band Redhouse Hot Six in der Skulpturenhalle auf ihre Kosten. Das vollständige Programm gibt es unter www.museen.freiburg.de/aktuelles *br*  Die Museen-Freiburg-App lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, die Highlights im neuen Konventgebäude ganz individuell auf dem eigenen Smartphone oder einem Leihgerät zu erkunden – auf Deutsch, Englisch oder Französisch. Der Rundgang für kleine Museumsbesucher*innen wird durch Spiele ergänzt und ist verfügbar in Gebärdensprache und mit Audiodeskription. Erwachsenen Nutzer*innen bietet die App zudem die Option „Leichte Sprache“ an. *br*  Das Augustinermuseum mit dem Café Kien ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Bis einschließlich Sonntag, 8. März, ist der Eintritt frei. Danach kostet er 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Menschen unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard oder Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt als Tageskarte für alle Häuser der Museen Freiburg. Alle Informationen zum Augustinermuseum, zu den Veranstaltungen und Bildungsangeboten gibt es unter www.museen.freiburg.de *br*  Hintergrund zur Sanierung Der Startschuss für die Sanierung des Augustinermuseums fiel 2002 mit dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zum Umbau. Das Projekt wurde in drei Bauabschnitten realisiert. Den Auftakt bildete die Erneuerung der ehemaligen Klosterkirche, die seit ihrer Eröffnung 2010 Kunst vom Mittelalter bis zum Barock und Gemälde aus dem 19. Jahrhundert beherbergt. 2016 war der zweite Bauabschnitt, das Haus der Graphischen Sammlung, fertig. Nach dem 100-jährigen Jubiläum des Augustinermuseums im Jahr 2023 markiert die Eröffnung von Kreuzgang, Konventgebäude und historischen Gewölbekellern am 28. Februar 2026 den Abschluss des dritten und letzten Bauabschnitts. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Gebäudes inklusive festverbauter Einrichtung belaufen sich auf 95,44 Millionen Euro, davon entfallen 62,26 Millionen Euro auf Konvent und Gewölbekeller.
Meldung vom 26.01.2026

Ende der Zeitzeugenschaft? Neue Sonderausstellung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Bald wird es keine lebenden Zeitzeug*innen der NS-Verbrechen mehr geben. Überlebende des Holocaust werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen dann nicht mehr persönlich mitteilen können. Die Sonderausstellung "Ende der Zeitzeugenschaft?" im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) der Museen Freiburg hinterfragt, was Zeitzeug*innenschaft ist und welche Bedeutung sie in der Gesellschaft seit 1945 hat. Die Ausstellung läuft von Dienstag, 27. Januar, bis Sonntag, 13. September.   *br* Die Übernahme des Projekts des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist die erste Sonderausstellung des DZNS seit der Eröffnung des Hauses im vergangenen Jahr. Sie nimmt unterschiedliche Aspekte von Zeitzeug*innenschaft in den Blick: Wie entstehen aus Erinnerungen Erzählungen und was beeinflusst sie? Was hat sich im Umgang mit ihnen seit 1945 verändert? Wer oder was erinnert uns in 50 Jahren an den Holocaust und die NS-Verbrechen? Wie kommen wir ohne direkte persönliche Begegnungen mit Zeitzeug*innen aus? Und wie gehen Museen oder Gedenkstätten damit in Gegenwart und Zukunft um?   *br*Für die Ausstellung im DZNS wurden Ausschnitte aus zehn Interviews mit überlebenden Freiburger*innen ergänzt. Dazu gehören unter anderem die Schriftstellerin Lotte Paepcke, der als US-Agent bekannt gewordene Fred Mayer, der in der Colombistraße 11 wohnhafte Max Eisenmann und der spätere Pfarrer Helmut Schwarz. Auch eine Leihgabe des Maximilian-Kolbe-Werks Freiburg geht in die Ausstellung ein: die Häftlingsjacke, die der polnische Überlebende Jozef Krzepina (*1920) auf einem „Todesmarsch“ aus dem KZ Sachsenhausen tragen musste. Krzepina besuchte Freiburg auf Einladung des Kolbe-Werks viele Jahre im Zuge von Zeitzeugengesprächen und Überlebenden-Treffen und schenkte die Jacke 1993 dem Kolbe-Werk zum 20. Jahrestag seines Bestehens.   *br*Eine neue Audiotour in der Museen Freiburg App setzt das Thema der Sonderausstellung mit Objekten und Zeugnissen der Dauerausstellung in Beziehung. Dabei geht es um die zentrale Frage, wer oder was Zeug*in des Holocausts sein kann, auch nach dem „Ende der Zeitzeugenschaft“. Zudem bietet das DZNS ein breites Vermittlungsangebot für Gruppen und Schulklassen an, zum Beispiel mit Workshops. Infos gibt es unter www.museen.freiburg.de/schule bzw. www.museen.freiburg.de/gruppen . Viele Veranstaltungen begleiten die Ausstellung. In Kooperation mit dem Kommunalen Kino findet die Reihe „HINSCHAUEN“ statt – Filmvorführungen mit anschließendem Austausch. Bei einem Erzählcafé auf dem Grethergelände geht es um Erfahrungen von Überlebenden und ihren Familien nach 1945. Im DZNS selbst findet ein Gespräch mit dem Nachkommen Joachim S. Nelson über die als jüdisch verfolgte Freiburger Familie Nelson statt. Zum Abschluss der Sonderausstellung diskutiert das DZNS auf einem Podium unter dem Motto „Wie gestalten wir das Erinnern ohne direkte Zeitzeug*innen? Alternative Formen des Erinnerns an den Holocaust“. Alle aktuellen Veranstaltungen gibt es unter www.museen.freiburg.de/kalender .   *br*Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und dienstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.   *br*Kuratiert hat die Wanderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ Anika Reichwald, bis 2024 am Jüdischen Museum Hohenems tätig, heute Kuratorin am Jüdischen Museum Berlin. Die aktuelle Projektleitung liegt bei Dinah Ehrenfreund vom Jüdischen Museum Hohenems. Für die Freiburger Ausstellung hat Caroline Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin des DZNS, die Projektleitung übernommen.
Meldung vom 22.01.2026

Museen Freiburg freuen sich über Rekordergebnis: 2025 kamen 361.022 Interessierte in die fünf Häuser / Erfolgreicher Start fürs Dokumentationszentrum Nationalsozialismus: 41.064 Besucher*innen seit Eröffnung im März / Publikumsmagnet war bis Ende des Jahres die Ausstellung „Insekten. Schillernd schön und tierisch wichtig“ mit 50.796 Gästen

Eiszeitkunst, Impressionismus oder zeitgenössische Positionen, Geschichtsthemen, flauschige Küken oder schillernde Insekten: Die Museen Freiburg boten 2025 ein vielfältiges Programm aus Archäologie, Kunst, Geschichte und Natur. Mit ihren Ausstellungen, Projekten und Vermittlungsangeboten erzielten sie einen neuen Besucher*innenrekord. Insgesamt kamen 361.022 Menschen in das Augustinermuseum, das Museum für Neue Kunst, das Museum Natur und Mensch, das Archäologische Museum Colombischlössle sowie in das neu eröffnete Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 35.296 Personen (2024: 325.726). Während das Museum für Stadtgeschichte als eigenes Haus 2025 wegfiel (2024: knapp 14.800 Gäste), legte das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus mit 41.064 Besucher*innen einen erfolgreichen Start hin. Als größter Publikumsmagnet erwies sich die Ausstellung „Insekten. Schillernd schön und tierisch wichtig“ des Museums Natur und Mensch mit 50.796 Gästen. *br*  Die Eröffnung des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus (DZNS) als Außenstelle des Augustinermuseums am 21. März 2025 war ein besonderer Höhepunkt des Museumsjahres. Bis Ende Dezember besuchten 41.064 Menschen das Haus am Rotteckring. Neben Gästen aus der Region und ganz Deutschland kamen viele aus den Nachbarländern Frankreich und Schweiz, aber auch aus Israel, Skandinavien, Lateinamerika, Kanada oder den USA. Die positive Resonanz schlägt sich auch in der großen Nachfrage bei den Vermittlungsangeboten für Schulen und Erwachsenengruppen nieder. Mit dem DZNS und der dort stattfindenden historisch-politischen Bildung leisten die Museen Freiburg einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. *br*   Das Augustinermuseum (AM) mit dem Haus der Graphischen Sammlung (HGS) besuchten im vergangenen Jahr 147.929 Kunstbegeisterte, ein Plus von 5.179 Gästen (2024: 142.750). Besonders großen Zuspruch erhielt die Ausstellung „Licht und Landschaft. Impressionisten in der Normandie“ (24. Mai bis 30. November), die sich auch viele Gäste aus Frankreich ansahen. 47.903 Besuchende tauchten in die Werke von Malern wie Jean-Baptiste Camille Corot, Gustave Courbet und Claude Monet ein, die die Naturschauspiele der nordfranzösischen Region eindrucksvoll festhielten. Die Ausstellung basierte auf der Sammlung „Peindre en Normandie“, die in den 1990er Jahren in Caen gegründet wurde. Die Schau „Alter. Grafik aus fünf Jahrhunderten“ (26. April bis 17. August) zog 5.423 Besuchende ins Haus der Graphischen Sammlung. Gezeigt wurden rund 80 Werke von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert, darunter Arbeiten von Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Rembrandt van Rijn, Marie Ellenrieder, Max Liebermann, Käthe Kollwitz und Pablo Picasso. Die Werke stammten größtenteils aus den grafischen Sammlungen von Augustinermuseum und Museum für Neue Kunst. *br*   Das Museum Natur und Mensch (MNM) zählte 2025 95.028 Natur- und Kultur-Fans (2024: 86.017). Das entspricht einem Zuwachs von 9.011Besuchenden – ein besonders erfreuliches Ergebnis. Die Ausstellung „Mensch Macht Musik“ (5. Juni 2024 bis 26. Januar 2025) erreichte insgesamt 36.648 Personen. Große und kleine Gäste waren eingeladen, Instrumente aus unterschiedlichen Weltregionen kennenzulernen und die vielfältigen Rollen von Musik zu erkunden. Der Frühlingsklassiker „Vom Ei zum Küken“ (8. März bis 27. April) lockte 29.893 Fans an, vermittelte vielschichtige Inhalte der Naturkunde und regte zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten und nachhaltiger Landwirtschaft an. Als erfolgreichstes Ausstellungsprojekt der Museen Freiburg im Jahr 2025 erwies sich „Insekten. Schillernd schön und tierisch wichtig“ (4. Juni 2025 bis 11. Januar 2026). Bis Jahresende kamen 50.796 Besucher*innen. Zu sehen waren großformatige Makrofotografien von Janosch Waldkircher und zahlreiche Präparate. Ergänzt um interaktive Mitmachstationen lud die Ausstellung Klein und Groß dazu ein, die faszinierenden Tiere mit allen Sinnen zu erforschen und ihre Bedeutung für Mensch und Umwelt zu erkennen. *br*   Auch das Archäologische Museum Colombischlössle (ARCO) erzielte ein sehr gutes Ergebnis, 38.610 Interessierte kamen in das Haus – 5.095mehr als im Vorjahr (2024: 33.515). Zahlreiche Projekte und Aktionen steigerten die Anziehungskraft, darunter der neu gestaltete Medienraum „Zeitmaschine“, das jährlich stattfindende Colombischlössle-Fest und eine neue Museums-Rallye für Kinder. Auch der der neue „Colombini“-Spielplatz, der an ein Römerlager erinnert, weckte bei vielen Familien Interesse am Thema und dem benachbarten Museum. Familien und Kinder waren auch die Kernzielgruppe der Ausstellung „KeltenKids – Eine Reise in die Eisenzeit“ (30. November 2023 bis 11. Mai 2025), die insgesamt 50.953 Personen besuchten. Dank ihres großen Erfolgs geht die Schau nun auf Reisen und ist noch bis zum 8. März 2026 im Museum im Deutschhof in Heilbronn zu sehen. Die Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ (23. Oktober 2025 bis 8. März 2026) zählte bis zum Jahresende bereits 8.119 Besucher*innen. Noch bis Frühjahr 2026 werden dort die berühmtesten Eiszeitfiguren Europas als detailgetreue Nachbildungen sowie Originale aus dem Badischen Landesmuseum präsentiert. *br*   Ins Museum für Neue Kunst (MNK) kamen 2025 38.391 Besucher*innen (2024: 48.665). „Modern Times – Bilder der 1920er Jahre“ (27. September 2024 bis 23. Februar 2025), eine Kooperation mit dem Lindenau-Museum Altenburg, zeigte Werke vom Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit, ergänzt um zeitgenössische Positionen. Insgesamt nutzten 21.715 Kunst-Interessierte die Gelegenheit, Werke von Otto Dix, Conrad Felixmüller oder Elisabeth Voigt zu sehen. Mit „Marta! Puppen, Pop & Poesie“ (14. März bis 21. September) erreichte das MNK besonders die Zielgruppe der jungen Erwachsenen und zählte 19.002 Gäste. Das Museum stellte die lange in Vergessenheit geratene Malerin, Bildhauerin und Puppenmacherin Marta Kuhn-Weber (1903–1990) und ihr vielseitiges Werk vor. Im Mittelpunkt standen ihre einzigartigen Puppen, die gesellschaftliche Rollenbilder, Gender und Sexualität thematisieren. In die Ausstellung „MAL ER, MAL SIE. Artur Stoll und Olga Jakob“ (3. Oktober 2025 bis 22. Februar 2026) kamen bis Jahresende 7.269 Besucher*innen. Im Fokus stehen zwei Künstler*innen, deren Werke aus unterschiedlichen Zeiten stammen, sich aber in einer gemeinsamen Fragestellung begegnen: Wie lässt sich Malerei denken, erleben und erfahren? *br*   Auch das Bildungsangebot der Museen Freiburg fand 2025 große Resonanz. Mehr als 37.810 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nahmen an Führungen, Workshops, Lesungen, Konzerten und weiteren Veranstaltungen teil – ein Plus von 6.051Personen gegenüber dem Vorjahr (2024: 31.759).
Meldung vom 15.12.2025

Vorschau 2026: Das erwartet Freiburgs Museumspublikum im neuen Jahr / Höhepunkt ist die Neueröffnung des Augustinermuseums

Die Museen Freiburg starten 2026 mit einem vielseitigen Programm. Das Highlight ist die Eröffnung des sanierten Augustinermuseums Ende Februar. Im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus steht außerdem die erste Sonderausstellung an. Das 35. Jubiläum der beliebten Familienausstellung „Vom Ei zum Küken“, das interaktive Projekt „Spielfeld. Sport & Kunst“ oder das „Archäo-Labor“ versprechen Abwechslung. Alle Ausstellungen im Überblick: *br*  Augustinermuseum *br*   Ab 28. Februar *br*  Neueröffnung Augustinermuseum*br*  Mit Eröffnung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konventgebäude ist die langjährige Sanierung des Augustinermuseums abgeschlossen. Modern, barrierefrei und interaktiv präsentiert es auf einer Gesamtfläche von 2900 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region. *br*   28. Februar 2026 bis 21. Februar 2027*br*  „Frei_Raum“, Konventgebäude*br*  Zukunfts(t)räume – Museum im Wandel *br*  Kloster, Theater, Kartoffellager, Museum – und partizipativer Ort für kulturellen Austausch: Das Haus blickt zurück und denkt gemeinsam mit den Freiburger*innen in die Zukunft. *br*    14. November 2026 bis 18. April 2027*br*  Ausstellungshalle Augustinermuseum*br*  Haar – Macht – Lust*br*  Haare sind Ausdruck von Identität – politisch, religiös, kulturell und persönlich. Die Ausstellung präsentiert Exponate von der Antike bis zur Gegenwart. Sie wurde von der Kunsthalle der Hypovereinsbank München konzipiert und für Freiburg weiterentwickelt. *br*     Dokumentationszentrum Nationalsozialismus*br*    27. Januar bis 13. September 2026*br*  Ende der Zeitzeugenschaft?*br*  Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Shoa können ihre Erlebnisse und Erfahrungen nur noch für begrenzte Zeit in persönlichen Begegnungen vermitteln. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten. Hinzu kommen immer neue Medien wie Comics, Social Media-Formate, Hologramme. Die Ausstellung nimmt deren Entstehung in den Blick und widmet sich der Frage, was sich im Umgang mit diesen Zeugnissen seit 1945 verändert hat. Das Projekt der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Jüdischen Museums Hohenems wurde für Freiburg ergänzt. *br*  Museum Natur und Mensch*br*    21. Februar bis 12. April 2026*br*  Vom Ei zum Küken*br*  Schon zum 35. Mal schlüpfen im Museum Küken seltener Hühnerrassen und begeistern Jung oder Alt. Beim Rätseln und Ausprobieren erfahren Neugierige nicht nur alles rund ums Hühnerei und damit verbundene Bräuche, sondern lernen auch Spannendes über andere eierlegende Tiere. Mitmachstationen regen dazu an, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken. Außerdem jagen Kinder bei einer Rallye einen geheimnisvollen Eierdieb oder entspannen in der Mal- und Leseecke. *br*  20. Mai 2026 bis 3. Januar 2027*br*  Voll unfair! *br*  Die Ethnologische Sammlung präsentiert zwei künstlerische Positionen, die soziale, wirtschaftliche und politische Fragen diskutieren: Marcello Martinez-Vega thematisiert in „El País del Cacao“ die Kakao-Produktion in Ecuador. Welche Folgen der Rohstoffabbau für die Zementindustrie in Indonesiens Kendeng-Gebirge hat, beleuchtet Dewi Candraningrum mit Frauenporträts und Installationen.   *br*    Museum für Neue Kunst*br*    1. Mai bis 11. Oktober 2026*br*  Spielfeld. Sport & Kunst*br*  Das Museum als Spielfeld: Besucher*innen werden zu Akteur*innen oder beobachten das Geschehen von der Seitenlinie. Künstlerische Positionen beleuchten Sport als Massenphänomen, das Gemeinschaft stiftet, aber auch Grenzen der Teilhabe und Barrieren sichtbar macht. In Kooperation mit dem Verein Ring Freiburg und dem Verein Benefit. Schirmherr ist Christian Streich. *br*  30. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027*br*  Freundschaftsspiel. Musée international d’Art naïf Anatole Jakovsky : Museum für Neue Kunst*br*  Mit der Reihe „Freundschaftsspiel“ geht das Museum für Neue Kunst diesmal in den deutsch-französischen Austausch und tritt in Dialog mit dem Musée International d’Art Naïf Anatole Jakovsky. Erstmals stehen Naive Kunst und Art brut im Fokus.*br*  Haus der Graphischen Sammlung*br*    27. Juni bis 18. Oktober 2026*br*  Eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst*br*  Marcel van Eeden. 6. August 1870 *br*  Mit künstlerischer Fotografie und Zitaten aus historischen Texten setzt sich Marcel van Eeden mit Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt ist das Schicksal eines algerischen Kolonialsoldaten, der im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 starb. Sein Schädel kam zu Studienzwecken in die Anatomisch-anthropologische Sammlung von Alexander Ecker (1816–1887), die heute von der Universität Freiburg verwahrt wird.   28. November 2026 bis 14. März 2027*br*  Max Klinger. Radierungen*br*  Max Klingers Radierkunst markiert eine Renaissance der Technik um 1900. Symbolismus, Jugendstil und frühe surrealistische Elemente verbinden sich zu einem unverwechselbaren Stil. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum der Bildenden Künste Leipzig.*br*    Archäologisches Museum Colombischlössle*br*    8. Oktober 2026 bis 27. Juni 2027*br*  Archäo-Labor. Neues aus der Wissenschaft *br*  Manche archäologischen Objekte faszinieren durch ihr Alter oder ihre kunstvolle Machart. Bahnbrechende Erkenntnisse liefern aber oft unscheinbare Stücke oder Details, die in interdisziplinären Untersuchungen sichtbar werden. Wie helfen etwa Jahresringe von Bäumen bei der Datierung jahrtausendealter Objekte? Können Rohstoffe einen „Fingerabdruck“ haben? Die Ausstellung präsentiert Neufunde aus Südbaden und vermittelt, wie moderne Archäologie arbeitet.
Meldung vom 26.08.2025

"Bei Anruf Kultur" - Dokumentationszentrum Nationalsozialismus beteiligt sich an inklusivem Angebot

Von zu Hause aus anrufen und an einer Führung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) teilnehmen – das ist ab sofort möglich. Das DZNS beteiligt sich an dem Angebot "Bei Anruf Kultur", das Menschen unabhängig von einer sozialen Beeinträchtigung, ihrem Wohnort oder ihrer Mobilität Zugang zu Kultur ermöglicht. Der erste Termin ist Dienstag, 2. September, um 15 Uhr. *br* Das DZNS in Freiburg widmet sich im ehemaligen Verkehrsamt von 1936 auf drei Etagen der NS-Geschichte der Stadt. Unter dem Motto "Am historischen Ort. Das städtische Verkehrsamt von 1936" nimmt die Geschichtsvermittlerin Ella Detscher die Teilnehmenden am Telefon mit durch die Ausstellung und beschreibt die visuellen Inhalte entlang des Rundgangs. Im Fokus stehen die historischen Spuren des Ortes: Was hat ein Verkehrsamt mit Nationalsozialismus zu tun? Was zeigt das riesige Wandgemälde von Theodor Kammerer? Welche Spuren des Luftschutzkellers sind noch erkennbar? *br* Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 040 20940436 oder unter folgendem Link erforderlich: www.beianrufkultur.de/programm/termin/am-historischen-ort-das-staedtische-verkehrsamt-von-1936 . Direkt nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden eine Festnetznummer, über die sie sich am Veranstaltungstag bequem von zu Hause einwählen können. *br* "Bei Anruf Kultur" entstand 2021. Im Corona-Lockdown starteten der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg und Grauwert, Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen, gemeinsam mit einigen Museen in Hamburg das Projekt. Mittlerweile ist es ein überregionales Angebot, das verschiedenste kulturelle Inhalte von über hundert Kultureinrichtungen bundesweit vermittelt.

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