Ansprechpersonen

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu den Museen Freiburg oder organisieren Besichtigungs- und Interviewtermine.

Friederike Heinen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Museen Freiburg

Fabian Vögtle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Hinweis an Medienschaffende

Die hier zur Verfü­gung gestell­ten Pres­se­bil­der und -informationen dürfen ausschließ­lich von Medien (Print, Online, TV, Radio) kosten­frei für die aktu­elle Bericht­er­stat­tung zur jewei­li­gen Ausstel­lung oder zum Projekt verwen­det werden. Sie dürfen ohne ausdrück­li­che Geneh­mi­gung der jewei­li­gen Rech­te­inha­ber*innen nicht für andere Zwecke genutzt werden. Eine Weitergabe der Bilder an Dritte ist grundsätzlich untersagt. Bei Verwen­dung der Pres­se­bil­der sind die mitge­lie­fer­ten Urhe­ber- und Rech­te­nach­weise zu beach­ten und eben­falls im direk­ten Zusam­men­hang mit dem jewei­li­gen Bild unver­än­dert wieder­zu­ge­ben.

Wir bitten jeweils um ein Belegexemplar an friederike.heinen@freiburg.de oderfabian.voegtle@freiburg.de.

Presse-Kits zu aktuellen Projekten

Nikolaus Ganter, Bilderuhr mit Blechschild, 1840er, Foto Axel Killian

ab Samstag, 10. Oktober

Neueröffnung Schwarzwaldbereich

Augustinermuseum

Seit gut sieben Monaten ist das Augustinermuseum wieder vollständig für Besucher*innen geöffnet und lädt auf rund 3400 Quadratmetern Ausstellungsfläche zum Erkunden ein. Vorangegangen waren mehr als 20 Jahre Bauzeit. Im Bereich Schwarzwald konnten Museumsgäste zum Auftakt in eine digital animierte Rauminstallation eintauchen. Ab Samstag, 10. Oktober, präsentiert das Museum nun die historischen Originale aus der Schwarzwaldsammlung. Bei einem Pressetermin im Museum stellten Kulturbürgermeister Roland Meder und die Leitende Direktorin der Museen Freiburg Jutta Götzmann heute nicht nur die neue Präsentation vor, sondern zogen auch eine erste Bilanz: Über 82.000 Besuchende kamen seit der Gesamteröffnung bis Ende September ins neue Augustinermuseum.

Marcel van Eeden, Denkmal an der Landstraße von Wœ rth, aus der Serie 6. August 1870,  2024–25, Repro: Lukas Plener © Marcel van Eeden

27. Juni bis 18. Oktober

Marcel van Eeden. 6. August 1870

Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum

Die Geschichte eines nordafrikanischen Kolonialsoldaten führt von den Schlachtfeldern des Deutsch-Französischen Krieges über Algerien und Tunesien bis ins Freiburg der Gegenwart. Diesem Kapitel europäischer und kolonialer Geschichte widmet sich der niederländische Künstler Marcel van Eeden (*1965 in Den Haag) in seinem 70-teiligen Werkzyklus „6. August 1870“. Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum zeigt die Ausstellung ab Samstag, 27. Juni, bis Sonntag, 18. Oktober.

20. Mai 2026 bis 3. Januar 2027

Voll unfair!

Museum Natur und Mensch

Globale Märkte und lokale Lebenswelten sind eng miteinander verbunden. Die Ethnologische Sammlung des Museums Natur und Mensch nimmt in der Ausstellung „Voll unfair!“ ab Mittwoch, 20. Mai, zwei sehr unterschiedliche Produkte in den Fokus: Kakao und Zement. Zwei künstlerische Positionen zeigen bis Sonntag, 3. Januar 2027, dass beide viel gemeinsam haben. Es geht um Ausbeutung, Widerstand und Hoffnung. Die Ausstellung rückt Frauen als zentrale Akteurinnen in den Fokus und macht Mut zu Veränderungen.

Pelle Cass, Choi Hung Estates, Day Two, 2023, Ausschnitt, Courtesy the artist, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

1. Mai – 11. Oktober 2026

SPIELFELD. Sport & Kunst

Museum für Neue Kunst

Das Museum für Neue Kunst verwandelt sich ab Freitag, 1. Mai, in ein Spielfeld, die Besuchenden werden zu Akteur*innen oder Beobachter*innen an der Seitenlinie: Die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ eröffnet neue Perspektiven. Was geschieht, wenn man Regeln verändert oder völlig neu denkt? Funktionen und Formen von Sportgeräten abwandelt? Oder Sport vom Leistungsgedanken befreit? Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich, der in der Ausstellung mit Audio-Kommentaren zu einzelnen Kunstwerken vertreten ist. Die Schau läuft bis Sonntag, 11. Oktober.

Presse-Kits Museen Freiburg

Foto: Museen Freiburg

Das Augustinermuseum

Informationen zu Sammlung, Geschichte und Architektur

Mehr als zwei Jahrzehnte dauerte die Gesamtsanierung und Neueinrichtung des Augustinermuseums in der denkmalgeschützen Klosteranlage im Freiburger Zentrum. Die historischen Gemäuer verschmelzen nun mit moderner Architektur und Technik – ideale Präsentationsflächen für Höhepunkte der regionalen Kunst und Kulturgeschichte: von mittelalterlichen Originalskulpturen und Fenstern oder dem Silberaltar des Freiburger Münsters, über Zeugnisse der Stadt- und Regionalgeschichte bis hin zu aktuellen Objekten von gesellschaftspolitischer Relevanz. Barrierearm, interaktiv und partizipativ ausgerichtet lädt die Ausstellung auf insgesamt 3.400 Quadratmetern zu spannenden Entdeckungsreisen ein.

Foto: Bernhard Strauss

Das Museum Natur und Mensch

Vielfalt und Einzigartigkeit natürlicher und kultureller Lebenswelten

Zwei in Einem! Das Museum Natur und Mensch in Freiburg vereint Naturkunde und außereuropäische Ethnologie unter einem Dach. Die Dauerausstellung widmet sich der Erdgeschichte, der Entstehung und Entwicklung des Lebens, geologischen Besonderheiten und Lebensräumen der Region. Besuchende jeden Alters erforschen ihre Umwelt anhand spannender Exponate. Zahlreiche Mitmachstationen wie eine Vogelstimmenuhr, Streicheltiere, Krabbeltunnel oder Wundertrommeln laden zum gemeinsamen Erkunden ein. Ethnologische, naturkundliche und interdisziplinäre Sonderausstellungen widmen sich aktuellen Themen.

Pressemitteilungen

Meldung vom 09.10.2026

Über 82.000 Besucher*innen in sieben Monaten: Augustinermuseum zieht erste Zwischenbilanz / Neue Präsentation im Schwarzwaldbereich: Historische Originale lösen immersive Rauminstallation ab

Seit gut sieben Monaten ist das Augustinermuseum wieder vollständig für Besucher*innen geöffnet und lädt auf rund 3400 Quadratmetern Ausstellungsfläche zum Erkunden ein. Vorangegangen waren mehr als 20 Jahre Bauzeit. Im Bereich Schwarzwald konnten Museumsgäste zum Auftakt in eine digital animierte Rauminstallation eintauchen. Ab Samstag, 10. Oktober, präsentiert das Museum nun die historischen Originale aus der Schwarzwaldsammlung. Bei einem Pressetermin im Museum stellten Kulturbürgermeister Roland Meder und die Leitende Direktorin der Museen Freiburg Jutta Götzmann heute nicht nur die neue Präsentation vor, sondern zogen auch eine erste Bilanz: Über 82.000 Besuchende kamen seit der Gesamteröffnung bis Ende September ins neue Augustinermuseum. *br* Zwischen Innovation, kultureller Vielfalt und historischer Lebenswirklichkeit: der Schwarzwald *br*Die Ausstellung zum Schwarzwald lädt in drei Räumen dazu ein, die Region jenseits der bekannten Klischees von Bollenhut und Kuckucksuhr neu zu entdecken – als Ort gesellschaftlicher Veränderungen, kultureller Vielfalt und einer oft herausfordernden Lebenswirklichkeit.   *br*Ein Raum widmet sich der Innovationskraft und der Anpassungsfähigkeit der Bevölkerung. Aus der Notwendigkeit, den Lebensunterhalt zu sichern, entwickelten sich traditionelle Handwerke wie die Glas- und Textilherstellung, der Bergbau und die Eisenverhüttung weiter. Der Austausch mit anderen Regionen führte zu vielfältigen Erwerbsformen – von der Strohflechterei und Hinterglasmalerei bis hin zu international erfolgreichen Betrieben des Uhrmacherhandwerks. Die vielfältigen und farbenfrohen Schwarzwälder Trachten stehen im Mittelpunkt eines weiteren Raums. Ursprünglich praktische Kleidung, wurden sie im 19. Jahrhundert zum Ausdruck von sozialem Status, regionaler Herkunft und Tradition. Zugleich sicherte ihre Herstellung zahlreichen Berufsgruppen – darunter Handwerker*innen, Strohflechter*innen und Sticker*innen – den Lebensunterhalt. Der dritte Raum stellt dem idyllischen Bild des Schwarzwalds mit urigen Höfen, verschneiten Landschaften und fröhlich spielenden Kindern die oft harte Lebenswirklichkeit gegenüber, die von Entbehrungen, strengen Hierarchien und der Mitarbeit aller Familienmitglieder geprägt war.   *br*Rund 200 kulturgeschichtliche Exponate – darunter Gemälde, historische Fotografien, Glas- und Keramikobjekte oder Alltagsgegenstände wie Kleidung und Schlittschuhe – veranschaulichen die damalige Lebenswelt. Digitale Stationen zu Themen wie „Ausgrenzung“ oder „Was ist der Schwarzwald für dich?“ laden die Besuchenden zum Nachdenken ein. Wer möchte, kann außerdem eine hölzerne Rückentrage, die sogenannte „Krätze“, ausprobieren und dabei einen Eindruck von den körperlich anspruchsvollen Arbeiten vergangener Zeiten gewinnen.   *br*Die Realisierung der Ausstellungsräume wurde durch die Raumpatenschaft der wvib Schwarzwald AG und etliche Verbundfirmen großzügig unterstützt. Hierzu zählen PWO AG, Endress + Hauser AG, Sick AG, Badische Stahlwerke GmbH und Burger Group. Auch Objektpatenschaften von Schwarzwaldfirmen und Privatpersonen ermöglichten die aufwendige Restaurierung von Werken der kulturhistorischen Sammlung.     *br*Das Augustinermuseum zieht Bilanz *br*Mit neuen Themen – von der Schatzkammer bis zum FREI_Raum – präsentiert sich das mehr als 100 Jahre alte Augustinermuseum nun vielfältiger und moderner und lädt Menschen dazu ein, sich aktiv einzubringen. Das Haus hat von der Gesamteröffnung am 28. Februar bis zum 30. September insgesamt 82.494 Besuchende gezählt. Die positive Resonanz schlägt sich auch in der großen Nachfrage bei den Vermittlungsangeboten nieder. Insgesamt haben 256 Erwachsenengruppen, Schulklassen und Kitagruppen das Augustinermuseum besucht.   *br*Seit März findet der reguläre Museumsbetrieb mit einem vielfältigen Programm von Führungen, Workshops, Lesungen und Familienangeboten statt. Neue Veranstaltungsformate wie eine Konzertreihe in der Welte-Lounge oder Themenführungen in den hinzugekommenen Ausstellungsbereichen Protest und Revolution, Stadtgeschichte oder Schatzkammer lockten die Besuchenden ins Haus. Aber auch zu Events wie der Woche der Inklusion, dem Internationalen Museumstag oder dem Tag des offenen Denkmals kamen viele kleine und große Gäste.
Meldung vom 24.09.2026

Künstler Basim Magdy erhält Preis der Helmut-Kraft-Stiftung / Sein Werk „PINGPINPOOLPONG“ geht dauerhaft an das Museum für Neue Kunst

Der in Basel lebende Künstler und Filmemacher Basim Magdy (*1977) erhält den Preis der Helmut-Kraft-Stiftung zur Förderung der bildenden Kunst 2026. Die Auszeichnung würdigt sein multidisziplinäres Werk sowie dessen hohe künstlerische Eigenständigkeit und Qualität. Mit dem Preis ist der Ankauf der interaktiven Rauminstallation „PINGPINPOOLPONG, oder Wie ich lernte, über Fehler zu lachen“ verbunden. Die Arbeit, die derzeit in der Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ zu sehen ist, geht als dauerhafte Schenkung an das Museum für Neue Kunst über. Damit erweitert das Haus seine Sammlung um eine weitere raumgreifende, interaktive Arbeit, die das Publikum unmittelbar einbezieht. *br*  „PINGPINPOOLPONG“ ist ein ungewöhnliches Tischtennisspiel: Die Spielfläche hat Löcher wie beim Billard, austauschbare Hindernisse lenken den Ball in unvorhersehbare Richtungen. Ein Spiel nach gewohnten Regeln wird dadurch nahezu unmöglich. Stattdessen fordert die Installation dazu auf, über das eigene Scheitern zu lachen, die Zufälligkeit zu genießen und gemeinsam zu spielen – unabhängig davon, wer gewinnt oder verliert. Das Werk eröffnet damit einen spielerischen Raum für Austausch, Perspektivwechsel und die Auseinandersetzung mit gemeinsamen Regeln. *br*   Magdys Arbeiten werden international in Museen und Ausstellungshäusern gezeigt. Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Museum of Modern Art (MoMA) in New York, des Castello di Rivoli in Turin und des Centre Pompidou in Paris. 2016 wurde der Künstler von der Deutschen Bank als „Artist of the Year“ ausgezeichnet. *br*   Hintergrund *br* Die 1985 von dem verstorbenen Unternehmer Helmut Kraft in Stuttgart gegründete und 2023 neu ausgerichtete Stiftung vergibt jährlich einen Kunstpreis an bildende Künstler*innen. Preis und Ankauf unterstützen die Ausgezeichneten darin, ihre Arbeiten weiterzuentwickeln und in der Öffentlichkeit bekannter zu werden. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören unter anderem Hans Haacke, Rosemarie Trockel, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Karin Sander, Gerold Miller, Nicole Wermers und Peter Stauss. 2023 ging der Preis an Havîn Al-Sîndy. Verbunden mit der Preisverleihung war der Ankauf des Werks „Personae“ für das Museum für Neue Kunst.
Meldung vom 25.06.2026

Marcel van Eeden präsentiert seinen Werkzyklus „6. August 1870“ / Neue Ausstellung ab Samstag, 27. Juni, im Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum

Die Geschichte eines nordafrikanischen Kolonialsoldaten führt von den Schlachtfeldern des Deutsch-Französischen Krieges über Algerien und Tunesien bis ins Freiburg der Gegenwart. Diesem Kapitel europäischer und kolonialer Geschichte widmet sich der niederländische Künstler Marcel van Eeden (*1965 in Den Haag) in seinem 70-teiligen Werkzyklus „6. August 1870“. Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum zeigt die Ausstellung ab Samstag, 27. Juni, bis Sonntag, 18. Oktober. *br* Marcel van Eeden, dem 2023 der Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg (seit 2024: Landespreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg) verliehen wurde, setzt sich in seinem Werkzyklus mit den Verflechtungen von Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt seiner künstlerischen Forschung ist das Schicksal des aus Nordafrika stammenden Abdel Kader Ben Lahcen (früher geschrieben: Abdel Kader Ben Ladsche). Dieser kämpfte im Deutsch-Französischen Krieg auf französischer Seite, wurde am 6. August 1870 in der Schlacht von Wœrth/Frœschwiller verwundet und starb wenige Monate später an den Folgen seiner Verletzungen in einem Lazarett in Schwetzingen. Van Eeden rekonstruiert nicht nur die letzten Monate seines Lebens, sondern verfolgt auch dessen Herkunft. *br*  Für seine Recherchen reiste der Künstler vom Elsass über Baden bis nach Tunesien und Algerien. Aus zeitgenössischen Fotografien und historischen Texten entstand ein vielschichtiger Werkzyklus, der historische Ereignisse mit aktuellen Fragen nach Erinnerung, Verantwortung und gesellschaftlichen Machtstrukturen verbindet. Van Eeden arbeitet mit einem alten Objektiv und nutzt für seine Aufnahmen das historische Gummidruckverfahren. Die handwerklich bearbeiteten Abzüge verleihen den Bildern eine besondere Bildsprache, die sich zwischen Fotografie und Malerei bewegt. *br*  Ein besonderer Bezug zur Stadt Freiburg ergibt sich durch den unrechtmäßig angeeigneten Leichnam des Verstorbenen Abel Kader Ben Lahcen, der sich heute im kolonialen Verantwortungsbestand der Universität Freiburg befindet. Die Ausstellung beginnt mit Fotografien einer Stele vor dem Anatomischen Institut der Universität Freiburg. Bis 2021 trug sie die Büste des Anatomen und Anthropologen Alexander Ecker (1816–1887). Er hatte die koloniale Wissenschaftssammlung begründet, in die auch der Verstorbene Ben Lahcen überführt wurde. Im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung geriet das Denkmal in den Fokus öffentlicher Debatten über rassistische Wissenschaftsgeschichte. Die Universität Freiburg arbeitet ihren historischen Verantwortungsbestand aktuell auf – auch in Kooperation mit Herkunftsgesellschaften – und setzt sich für einen respektvollen Umgang ein. *br*  Weitere Stationen des Werkzyklus führen nach Wœrth/Frœschwiller im Elsass, auf das ehemalige Schlachtfeld des Deutsch-Französischen Krieges, nach Schwetzingen sowie nach Tunis, Algier, Oran und Mostaganem. *br*  Ergänzt wird die Präsentation durch Arbeiten von Studierenden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, an der van Eeden als Rektor und Professor für Malerei tätig ist. Sie setzen sich in eigenen Werken mit van Eedens Recherche und den behandelten Themen auseinander. *br*  Die Ausstellung wurde von Isabel Herda vom Museum für Neue Kunst erarbeitet. Sie knüpft an aktuelle Forschungen zu kolonialen Wissenschaftssammlungen an und verbindet kunsthistorische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Perspektiven. Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg unterstützte das Projekt fachlich. Der Katalog zur Ausstellung kostet im Online-Shop und an der Museumskasse 20 Euro. *br*  Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum, Salzstraße 32/34, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Freundeskreises Augustinermuseum und des Fördervereins Museum für Neue Kunst, mit Freiburg-Pass, Familien-Card und Museums-PASS-Musées ist er frei. Weitere Informationen gibt es unter www.museen.freiburg.de/museen/am/sonderausstellungen-am
Meldung vom 08.06.2026

170 neue Namen im Gedenkraum des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus / Thementag mit Veranstaltungen am Dienstag, 16. Juni

Der Gedenkraum im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) erinnert an Freiburger*innen, die zwischen 1933 und 1945 verfolgt wurden. Dank intensiver Forschungsarbeiten können nun rund 170 Namen ergänzt werden – ab Dienstag, 16. Juni, sind sie im Gedenkraum zu sehen. Aus diesem Anlass lädt das DZNS zu einer Mitmachaktion am Rotteckring, Führungen und dem Lesen der neu aufgenommenen Namen ein. *br*  Bisher waren im Gedenkraum die Namen von 1048 Menschen mit Verbindung zu Freiburg zu sehen, die im Nationalsozialismus ermordet wurden oder aufgrund der Verfolgung gestorben sind. Seit der Eröffnung des Hauses im März 2025 führt das Team die Recherchen kontinuierlich weiter, erschließt Archivmaterial und Datenbanken und geht Hinweisen von Angehörigen oder Initiativen nach. *br*   Die Museen Freiburg-App bietet zu allen genannten Personen Kurzbiografien sowie Informationen zum Kontext ihrer Verfolgung. Interessierte können die App vor Ort auf Leihgeräten oder per Download auf dem eigenen Smartphone nutzen. Ab sofort sind dort nun auch die Biografien der 170 neu ergänzten Personen abrufbar. *br*   Ermöglicht wurden die Recherchen durch eine einmalige Förderung des Landtags Baden-Württemberg sowie eine Projektförderung des Fördervereins des Dokumentationszentrums. Um die Arbeit künftig fortzuführen, bedarf es weiterer Mittel.  *br*   Das Team des DZNS ist dankbar für Hinweise zur Ergänzung weiterer Personen sowie zur Vervollständigung bestehender Biografien unter dzns@freiburg.de. *br*   Programm des Thementags am Dienstag, 16. Juni *br*   Die Erweiterung des Gedenkraums am Dienstag, 16. Juni, wird von verschiedenen Veranstaltungen begleitet. Von 11 bis 16 Uhr findet am Rotteckring vor dem Gebäude eine Mitmachaktion statt. Unter dem Motto „Ich schreibe deinen Namen“ machen die Teilnehmenden die neu recherchierten Namen gemeinsam im öffentlichen Raum sichtbar. Die Teilnahme ist kostenfrei und spontan möglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. *br*   Um 12.30 Uhr spricht Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des DZNS, bei einer Kurzführung im Haus über die Erweiterung des Erinnerungsortes und stellt ausgewählte Biografien vor. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Die Buchung eines kostenfreien Veranstaltungstickets im Online-Shop oder vor Ort an der Kasse ist erforderlich. *br*   Um 15 Uhr werden die 170 neuen Namen im Gedenkraum gemeinsam vorgelesen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. *br*   Bei einer weiteren Kurzführung um 17.30 Uhr spricht Leonie Werle, zuständig für die Recherchen zum Gedenkraum, über die Erweiterung des Erinnerungsortes und die Herausforderungen im Arbeitsprozess. Der Eintritt ist kostenfrei. Die Teilnahmezahl ist begrenzt. Die Buchung eines kostenfreien Veranstaltungstickets im Online-Shop oder an der Kasse vor Ort ist erforderlich. *br*   Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und dienstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei. *br*   Das gesamte Programm gibt es auch online unter www.museen.freiburg.de/aktuelles . *br*     Hinweis an die Redaktionen *br*   Pressevertreter*innen sind herzlich eingeladen, am Thementag teilzunehmen. Da die Veranstaltungen öffentlich stattfinden und es zu großem Andrang kommen kann, ist eine Anmeldung bis Montag, 15. Juni, unter julia.wilms@freiburg,de oder telefonisch unter 0761 201-2530 erforderlich.
Meldung vom 19.05.2026

Globale Märkte und lokale Lebenswelten: Kunstausstellung „Voll unfair!“ im Museum Natur und Mensch widmet sich Kakao- und Zementproduktion

Globale Märkte und lokale Lebenswelten sind eng miteinander verbunden. Die Ethnologische Sammlung des Museums Natur und Mensch nimmt in der Ausstellung „Voll unfair!“ ab Mittwoch, 20. Mai, zwei sehr unterschiedliche Produkte in den Fokus: Kakao und Zement. Zwei künstlerische Positionen zeigen bis Sonntag, 3. Januar 2027, dass beide viel gemeinsam haben. Es geht um Ausbeutung, Widerstand und Hoffnung. Die Ausstellung rückt Frauen als zentrale Akteurinnen in den Fokus und macht Mut zu Veränderungen. *br* Der aus Ecuador stammende und in Freiburg lebende Künstler Marcello Martinez Vega thematisiert in seiner Installation „el Pais del Cacao“ Kakao-Produktion in Ecuador. Kakao ist dort seit Jahrhunderten nicht nur Genussmittel und Exportschlager, sondern auch spirituelles Gut von großer kultureller Bedeutung. Martinez Vega verknüpft in seiner Präsentation historische und zeitgenössische Perspektiven auf Anbau, Verarbeitung und Vermarktung. Hierfür arbeitet er mit dem Projekt „Mashpi Chocolate“ im Nebelwaldgebiet des Anden-Chocó zusammen. Kakao wird dort in Agroforstsystemen kultiviert, wodurch Biodiversität und Böden geschont werden; zugleich stärken von Frauenkooperativen ausgehende Initiativen wirtschaftliche Unabhängigkeit und eröffnen faire Perspektiven vor Ort. *br*  Den zweiten Raum hat die Wissenschaftlerin und Künstlerin Dewi Candraningrum aus Java, Indonesien, gestaltet. Sie beschäftigt sich mit dem Kalksteinabbau im Kendeng-Gebirge und den damit verbundenen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung. Der Widerstand von Frauen vor Ort, die sich mutig gegen die Zerstörung ihres Lebensraums wehren, steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Das Kendeng-Gebirge besteht aus einer Karstlandschaft mit unterirdischen Wasserreservoirs und Höhlensystemen. Der Abbau von Kalkstein für die Zementproduktion zerstört diese natürlichen Wasserssysteme, von denen viele umliegende Dörfer und landwirtschaftliche Flächen, die nicht an die staatliche Wasserversorgung angebunden sind, abhängig sind. Der Bau von Zementfabriken hat seit den 2010er-Jahren zu anhaltenden Konflikten mit lokalen Gemeinden geführt. Bekannt wurden die Proteste der sogenannten „Kartinis von Kendeng“, einer Gruppe von Frauen, die für den Schutz ihrer landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen kämpfen. Candraningrums Arbeiten machen diese ökologischen und sozialen Entwicklungen erfahrbar und stellen Fragen nach Verantwortung, Beteiligung und Gerechtigkeit. *br*  Um einen Perspektivwechsel anzustoßen, die museale Deutungshoheit bewusst zurückzunehmen und eine dekoloniale Ausstellungspraxis zu erproben, hat das Museum Natur und Mensch beide Räume komplett von den Künstler*innen kuratieren lassen. *br*  Auch der dritte Raum, entwickelt vom Museums- und Vermittlungsteam, widmet sich Herkunft und Herstellung von Konsumgütern; es geht um Umweltschutz und den Einsatz für faire Arbeitsbedingungen. Auch in Freiburg tragen wir Verantwortung. Woher kommen unsere Waren, und wie können wir positive Veränderungen anstoßen? Eine Scan-Station informiert zu Ursprung und Herstellungsprozessen typischer Supermarktprodukte wie Schokocreme, Thunfisch oder Obstkonserven. Malvorlagen, eine Leseecke und eine Diskussionswand regen zum Nachfragen und Mitreden an. Der Raum vertieft die Themen der Sonderausstellung, lenkt den Blick auf Lieferketten und Zertifizierungen, gibt Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen des Museums und lädt zur Auseinandersetzung mit kultureller Aneignung ein. *br*  Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung: von Workshops zur Schokoladenherstellung und Kakaozeremonie über eine Exkursion in den Botanischen Garten bis hin zu einem Vortrag über den Protest im Kendeng-Gebirge und einer Diskussionsrunde zur Rolle von Frauen in sozialen Bewegungen. Alle Informationen gibt es unter www.museen.freiburg.de/mnm *br*  Das Museum Natur und Mensch ist dienstags von 10 bis 19 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, Mitglieder des Freundeskreises, mit Freiburg-Pass, Familien-Card oder Museums-Pass-Musées ist der Eintritt frei.
Meldung vom 30.04.2026

Ausprobieren, Barrieren abbauen und Regeln neu denken: Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ im Museum für Neue Kunst / Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich

Das Museum für Neue Kunst verwandelt sich ab Freitag, 1. Mai, in ein Spielfeld, die Besuchenden werden zu Akteur*innen oder Beobachter*innen an der Seitenlinie: Die Ausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ eröffnet neue Perspektiven. Was geschieht, wenn man Regeln verändert oder völlig neu denkt? Funktionen und Formen von Sportgeräten abwandelt? Oder Sport vom Leistungsgedanken befreit? Schirmherr ist der ehemalige SC Freiburg-Trainer Christian Streich, der in der Ausstellung mit Audio-Kommentaren zu einzelnen Kunstwerken vertreten ist. Die Schau läuft bis Sonntag, 11. Oktober. *br*   17 internationale Künstler*innen hinterfragen in teils raumgreifenden Werken soziale, kulturelle und gesellschaftliche Dimensionen des Sports. Als Massenphänomen verbindet er Menschen und stiftet Identität. Gleichzeitig sind Zugangshürden allgegenwärtig. Welche Erwartungen, Vorstellungen und Vorurteile prägen unseren Blick?  Was bedeuten Hindernisse und Verletzlichkeit im Sport? Welche Rolle spielen Gewinnen und Verlieren? Die Ausstellung spürt diesen und weiteren Fragen nach und erprobt neue Formen des Zusammenspiels. *br*   Viele Arbeiten laden zum Mitmachen ein und stellen Gewohntes auf die Probe. Beispielsweise „PINGPINPOOLPONG (or how I learned to laugh at failure)“, eine Installation von Basim Magdy: Auf einer Tischtennisplatte machen variabel einsetzbare Hindernisse die Flugbahn des Balles unkontrollierbar. Es liegt an uns, neue Spielregeln zu finden – am besten beim gemeinsamen Lachen über Fehler. Irritation rufen auch die eckigen Bälle aus Mario* Sinnhofers Arbeit „VFB versus BALL“ hervor. Handelt es sich hierbei um Sportgeräte oder künstlerische Objekte? Oder beides? Sinnhofers Bälle werden inzwischen auch von Profivereinen für das Training verwendet, denn das ungewohnte Roll- und Sprungverhalten ist herausfordernd. Die Konzept-Künstlerin Yoko Ono, in deren Werken oft gemeinsames Handeln im Mittelpunkt steht, hat 1966 ein Schachspiel geschaffen, in dem alles komplett Weiß gehalten ist: Schachbrett, Figuren, Tisch und Stühle: „Play It By Trust“ lenkt den Blick auf Vertrauen, Erinnerung und die gemeinsame Herausforderung. *br*   Mehrere Werke wurden eigens für „Spielfeld“ neu entwickelt oder erweitert. Basim Magdy präsentiert mit „Discovering Fire“ eine Serie von Polaroids, die den Versuch zeigen, übergroße Gegenstände in einen Basketballkorb zu werfen. Was bringt eine Herausforderung, die zum Scheitern verurteilt ist? Thenjiwe Niki Nkosi erweitert für Freiburg ihre Soundarbeit „Arena VI“ und realisiert mit „Notes on Falling“ eine raumgreifende Wandinstallation, die den Moment des Fallens von Sportler*innen thematisiert. *br*   Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Schnupperkurse des Vereins Benefit, die sich zum Teil auch an Rollstuhlfahrer*innen richten, geben die Möglichkeit, wöchentlich eine andere Sportart zu erproben – von Line Dance über Capoeira bis hin zu Pilates. Der Künstler Georg Winter bietet einen Bewegungs- und Trainingsworkshop zur „Annemarie-Methode“ an, der den Umgang mit Barrieren praktisch erlebbar macht. Digitale Künstler*innengespräche mit Thenjiwe Niki Nkosi und Guido van der Werve vertiefen inhaltliche Fragen der Ausstellung. Ein Poetry Slam zum Thema „Höher, schneller, weiter?“ übersetzt sportliche Narrative in poetische Formen. Auch für kleine Sport- und Kunstfans heißt es bei Familienveranstaltungen: kicken, werfen, jonglieren und mutig Regeln hinterfragen. Alle aktuellen Veranstaltungen gibt es unter www.museen.freiburg.de/mnk/sonderausstellungen-mnk . *br*   „Spielfeld“ versammelt Positionen von Astrid Heibach, Basim Magdy, Erwin Wurm, Guido van der Werve, Jack Goldstein, Jean Jacoby, Lygia Clark, Mark Bradford, Mario* Sinnhofer, Michael Klant, Pelle Cass, R. Eric McMaster, Thenjiwe Niki Nkosi, Thomas Liu Le Lann, Valie Export, Yoko Ono und Zuzanna Janin. Das Team des Museums für Neue Kunst hat die Ausstellung gemeinsam kuratiert. Das Projekt entstand in Kooperation mit den Vereinen Benefit und Ring Freiburg, die gemeinsam mit dem Museum Wege zu mehr Teilhabe entwickeln. Unterstützt wird die Schau von der Renate und Waltraut Sick Stiftung. *br*   Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Fördervereins, mit FreiburgPass, FamilienCard und Museums-PASS-Musées ist er frei. Tickets gibt es an der Museumskasse oder unter www.museen-freiburg.de/shop .
Meldung vom 10.03.2026

Erfolgreicher Start des Augustinermuseums: Über 20.000 Gäste in der Eröffnungswoche

Nach mehr als 20 Jahren ist das Augustinermuseum seit Samstag, 28. Februar, wieder vollständig für Besucher*innen geöffnet. Gefeiert wurde dies mit einem abwechslungsreichen Programm und kostenfreiem Eintritt bis Sonntag, 8. März. Das Haus am Freiburger Augustinerplatz zieht nach der ersten Woche mit mehr als 20.000 Gästen eine positive Bilanz. *br*  Die Leitende Direktorin der Museen Freiburg und Direktorin des Augustinermuseums Jutta Götzmann freut sich: „Das Augustinermuseum hat mit dem Wiedereinzug seiner kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen einen glänzenden Start geschafft. Das gesamte Team war mit großem Engagement im Einsatz, um den Ansturm zu meistern. In vielen Gesprächen erlebten wir Begeisterung für die hochwertige Sanierung und die thematische Vielfalt der Ausstellung – sehr schön und emotional. Besonderen Zuspruch fanden die Schatzkammer, aber auch die Welte-Lounge mit automatischem Steinway-Welte-Flügel und Schaudepot sowie die vielen Beteiligungsstationen. Etliche Freiburger*innen sind auch an mich herangetreten, weil sie das Augustinermuseum fördern möchten, das freut mich natürlich sehr!“ *br*  Allein am ersten Wochenende, das ein abwechslungsreiches Programm bot, kamen über 7000 Menschen. Neben den neuen Ausstellungsräumen stießen das Museumscafé Kien, der historische Kreuzgang und der Zinnengarten auf großes Interesse. Das Museum strahlte über den Augustinerplatz hinaus in die Stadt und lockte auch viele Passant*innen ganz spontan an. *br*  Auch ohne Veranstaltungen nutzen von Dienstag, 3. März, bis Sonntag, 8. März über 13.200 Menschen den freien Eintritt für einen Museumsbesuch. Wegen des großen Andrangs musste der Zutritt in einzelne Räume, etwa die Stadtgeschichte oder die Schatzkammer, mit einer maximalen Personenzahl reguliert werden. Ausweichmöglichkeiten gab es auf den 3400 m² Ausstellungsfläche genug. *br*  Viele Besuchende kannten das Haus bereits aus der Vergangenheit und äußerten sich nun begeistert über die Veränderungen, andere kamen zum ersten Mal und zeigten sich beeindruckt. Insgesamt fielen die Rückmeldungen sehr positiv aus, was auch an den zahlreichen Einträgen im Gästebuch abzulesen ist. Besonderes Lob erhielt das „Gesamtkunstwerk Augustinermuseum“ mit seiner Kombination aus mittelalterlichem Gebäude und aktuellen Ausstellungen. *br*  Ab sofort startet der reguläre Museumsbetrieb mit Führungen, Workshops, Konzerten und Familienangeboten. Das Augustinermuseum mit dem Café Kien ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Menschen unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard oder Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt als Tageskarte für alle Häuser der Museen Freiburg. Die Jahreskarte der Museen Freiburg kostet weiterhin 30 Euro und ist damit besonders für Menschen aus der Region sehr attraktiv. Alle Informationen zum Augustinermuseum, zu den Veranstaltungen und Bildungsangeboten gibt es unter www.museen.freiburg.de . *br*  Hinweis an die Redaktionen: Das angehängte Foto können Sie mit folgendem Bildnachweis honorarfrei verwenden: Stadt Freiburg / Patrick Seeger. *br*  Weitere Pressebilder gibt es unter www.museen.freiburg.de/presse .
Meldung vom 26.02.2026

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit: Komplett saniertes Augustinermuseum öffnet am Samstag, 28. Februar, seine Türen / 1600 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche im Konventgebäude und in den Gewölbekellern des ehemaligen Klosters / Von der mittelalterlichen Ritterrüstung bis zum Protestschild der Klimabewegung: Stadt- und Kulturgeschichte stehen im Fokus / Freier Eintritt bis Sonntag, 8. März

Das vollständig sanierte Augustinermuseum eröffnet – Freiburg erhält damit einen Kulturort zurück, der weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Mit Fertigstellung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent und den Gewölbekellern ist das Haus komplett: Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit ist das denkmalgeschützte Gebäude nun vollständig erneuert. Modern, barrierearm, interaktiv und partizipativ präsentiert das Museum auf rund 3400 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. *br* Gefeiert wird die Fertigstellung mit einem Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März. Der Eintritt ist bis einschließlich Sonntag, 8. März, kostenfrei. Mit rund 1600 Quadratmetern zusätzlicher Ausstellungsfläche auf vier Etagen verändert sich das Augustinermuseum spürbar. Im Fokus stehen jetzt stadt- und kulturgeschichtliche Themen, die einen deutlichen Gegenpol zur Ausstellung überwiegend sakraler Kunst im ehemaligen Kirchengebäude bilden. Auch der Einsatz neuer Medien – von Präsentationen und Animationen über interaktive Stationen bis hin zum immersiven Raum – macht den Unterschied. In vielen Bereichen können Besucher*innen sich beteiligen, ihre Meinung äußern, in Dialog treten oder sogar eigene Objekte für die Ausstellung vorschlagen. Das Museum öffnet sich für Partizipation und wendet sich dezidiert an die Freiburger*innen. Da es alle Inhalte dreisprachig in Deutsch, Englisch und Französisch anbietet, etabliert sich das Augustinermuseum als besonderes kulturelles Leuchtturmprojekt im Dreiländereck und als feste Anlaufstelle für Tourist*innen. *br*  Martin Horn, Oberbürgermeister „Heute ist ein lang ersehnter Festtag für Freiburg. Mit der vollständigen Eröffnung des Augustinermuseums kehrt ein kultureller Leuchtturm in unsere Stadt zurück, der weit über die Region hinausstrahlt. Viele Menschen haben über Jahre hinweg mit großem Engagement, mit Fachwissen und vor allem mit Herzblut daran gearbeitet, dieses einzigartige Baudenkmal zu bewahren und zugleich zu einem modernen Museum weiterzuentwickeln. Mein besonderer Dank gilt dem Gemeinderat, der dieses Projekt über lange Zeit mitgetragen hat, sowie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die es mit ihrer Unterstützung möglich gemacht haben. Dass dieses Haus nun in seiner ganzen Vielfalt erlebbar ist, ist das Ergebnis einer starken Gemeinschaftsleistung. Nun ist das Museum offen für alle – ich lade die Freiburgerinnen und Freiburger herzlich ein, dieses besondere Stück Stadtgeschichte neu zu entdecken und mit Leben zu füllen.“ *br* Ulrich von Kirchbach, Kulturbürgermeister „Ich bin froh und dankbar, dass die Sanierung und Erweiterung des Augustinermuseums nun noch kurz vor Ende meiner Amtszeit als Bürgermeister vollendet werden konnte. Es war ein langer Weg mit vielen Höhepunkten und auch Tiefschlägen. Aber der engagierte Einsatz der vielen Beteiligten hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Denn mit der Eröffnung gewinnt Freiburg einen Kulturort von internationaler Strahlkraft, der viele Gäste anziehen und damit wesentlich zur Belebung der Innenstadt beitragen wird. Wir laden alle Freiburgerinnen und Freiburger ein, die Gelegenheit zu ergreifen, einen neuen, frischen Blick auf Freiburger Kunst- und Kulturgeschichte zu gewinnen.“ *br*  Martin Haag, Baubürgermeister „Wir sind sehr froh, dass wir heute hier im neuen Augustinermuseum stehen. Nach mehr als 20 Jahren Bauzeit können wir dieses für Freiburg so wichtige Museum einweihen. In diesen über zwei Jahrzehnten ist seit dem ersten Mauerdurchbruch viel passiert: Es war ein langer und harter Weg, der uns vor viele Herausforderungen gestellt hat. Drei Bauabschnitte waren nötig, um aus einem alten, heruntergekommenen, denkmalgeschützten Gebäude ein neues, hochmodernes Museum im Herzen von Freiburg zu machen: Viele geplante, aber auch unvorhersehbare Herausforderungen mussten vom Team Augustiner im Immobilienmanagement und den Architekt*innen und Ingenieur*innen gemeinsam gemeistert werden. Ein großer Dank an alle, die dieses ungemein komplexe Bauvorhaben gemeistert und zum Erfolg geführt haben. Insbesondere die vielen Bauleute in Planung und Handwerk. Wir sind sehr froh über ein neues großartiges Museum und ebenso über ein großartig saniertes historisches Gebäude im Herzen Freiburgs.“    *br*  Von der Schatzkammer bis zum FREI_Raum: die neuen Ausstellungsbereiche Mit den Themenbereichen im gesamten Gebäudekomplex, der neben der historischen Klosteranlage auch das bis 2016 neu errichtete Haus der Graphischen Sammlung umfasst, spannt das Museum einen weiten Bogen von der frühen Geschichte bis in die Gegenwart. *br*  In der Schatzkammer erzählen mittelalterliche Bildteppiche spannende Geschichten, etwa der berühmte „Weiberlistenteppich“ aus den 1320/30er Jahren. Meisterwerke der Goldschmiedekunst wie der filigrane „Krippelekelch“ aus dem 18. Jahrhundert oder Raritäten wie der Adelhauser Tragaltar aus dem 8. Jahrhundert, einer der ältesten Tragaltäre überhaupt, werden ebenso präsentiert wie der Silberaltar des Freiburger Münsters, der in der ehemaligen Klostersakristei einen neuen Ort gefunden hat. *br*  Von Rittern, Bächle und Jahrhundertbaustellen: Was Freiburg in den vergangenen 900 Jahren prägte und wie sich die Stadt entwickelte, zeigen zahlreiche Objekte und Modelle. Im Fokus steht auch die faszinierende Baugeschichte des Münsters, es war im Mittelalter zentraler Treffpunkt und weit mehr als ein Gotteshaus. Originale Sandsteinskulpturen, eine sensible historische Architekturzeichnung, Hands-On- und Medien-Stationen vermitteln vielschichtige Inhalte der Stadtgeschichte. *br*  Früher prägte die christliche Religion die Region, hinzu kamen kleine jüdische Gemeinden außerhalb der Stadt. Heute stellt sich die Welt anders dar. Menschen aus unterschiedlichen Ländern bringen ihre Religionen mit oder gehören keiner Glaubensgemeinschaft mehr an. Das Museum bietet Raum für respektvollen Austausch, Interaktion und Partizipation. *br*  Beim Blick auf die historischen Klöster im Schwarzwald zeigt sich, dass sie früher nicht nur das Land mit der christlichen Religion prägten, sondern sich auch durch soziales Engagement und Förderung von Wirtschaft und Wissenschaft auszeichneten. Männer- und Frauenorden unterschieden sich dabei deutlich. *br* Ein besonderes Erlebnis ist die immersive Rauminstallation zum Schwarzwald . Besucher*innen schließen sich einem traditionellen Hochzeitszug an oder stapfen durch verschneite Winterlandschaften. Gemälde und Objekte der Sammlung erwachen um sie herum zum Leben und erzählen von Brauchtum, handwerklichen Innovationen, Umweltthemen und Tourismus. Daneben verdeutlicht eine Sammelvitrine die Bedeutung des Glasbläserhandwerks im Schwarzwald. Verschiedenste Objekte zeugen von beeindruckender Kunstfertigkeit und Vielfalt. *br*  Der Bereich Protest und Revolution schlägt den Bogen von der Badischen Revolution über die Studierendenbewegung der 1960er Jahre bis hin zu aktuellen Protesten wie „Fridays for Future“ oder „I can’t breathe“. Was trieb und treibt Menschen auf die Straßen? Interaktive Protestschilder laden zur Beteiligung ein. *br*  Die Welte-Lounge rückt ein bedeutendes Kapitel Freiburger Musikgeschichte in den Fokus, denn die selbstspielenden Instrumente der Firma M. Welte & Söhne sind international bekannt. Berühmte Pianist*innen und Komponist*innen spielten Werke für Notenrollen ein, die etwa der Steinway-Welte-Reproduktionsflügel bis heute dynamikgetreu abspielt. Das Schaudepot zeigt rund 1300 Notenrollen, daneben bietet eine Medienstation Musik auf Knopfdruck. *br*  Pompöse Pracht, theatralische Inszenierungen, bewegte Kompositionen und eine große Bandbreite an Themen, von der Mythologie über Landschaft und Stillleben bis zum Porträt – all das erwartet Besucher*innen der Barockgalerie, die Malerei von 1600 bis 1800 zeigt. Wie zur Entstehungszeit üblich, präsentieren sich die Gemälde in dichter Hängung neben- und übereinander. *br*  Die Erstbespielung „Freiburger Frauen* im Blick“ der digitalen Porträtgalerie ist eine Kooperation mit dem Verein Element 3 und der Fotografin Britt Schilling. Zu sehen sind rund 80 Fotos – Momentaufnahmen, die einen Ausschnitt unserer pluralistischen Stadtgesellschaft zeigen. *br* Im FREI_Raum entwickelt das Augustinermuseum gemeinsam mit unterschiedlichen Akteur*innen aus Freiburg und der Region Projekte und Ideen. In der ersten Jahresausstellung „Zukunfts(t)räume. Ein Museum im Wandel“ blickt das Haus nach Jahren des Umbaus zurück und denkt gemeinsam mit den Freiburger*innen in die Zukunft. Wie sollen sich Stadt und Museum weiterentwickeln? *br*  Außerdem begrüßt das Café Kien im historischen Kreuzgang und dem Zinnengarten seine Gäste mit einem täglich wechselnden Mittagstisch, herzhaften Snacks, Kuchen und kleinen Süßigkeiten. *br*  Eröffnungswochenende und weitere Informationen Das Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März, bietet ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen: Besucher*innen erwartet Speed-Dating, der selbstspielende Welte-Flügel in Aktion oder kreative Mitmachangebote für Klein und Groß. Jazzmusik-Fans kommen mit der Freiburger Band Redhouse Hot Six in der Skulpturenhalle auf ihre Kosten. Das vollständige Programm gibt es unter www.museen.freiburg.de/aktuelles *br*  Die Museen-Freiburg-App lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, die Highlights im neuen Konventgebäude ganz individuell auf dem eigenen Smartphone oder einem Leihgerät zu erkunden – auf Deutsch, Englisch oder Französisch. Der Rundgang für kleine Museumsbesucher*innen wird durch Spiele ergänzt und ist verfügbar in Gebärdensprache und mit Audiodeskription. Erwachsenen Nutzer*innen bietet die App zudem die Option „Leichte Sprache“ an. *br*  Das Augustinermuseum mit dem Café Kien ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Bis einschließlich Sonntag, 8. März, ist der Eintritt frei. Danach kostet er 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Menschen unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard oder Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt als Tageskarte für alle Häuser der Museen Freiburg. Alle Informationen zum Augustinermuseum, zu den Veranstaltungen und Bildungsangeboten gibt es unter www.museen.freiburg.de *br*  Hintergrund zur Sanierung Der Startschuss für die Sanierung des Augustinermuseums fiel 2002 mit dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zum Umbau. Das Projekt wurde in drei Bauabschnitten realisiert. Den Auftakt bildete die Erneuerung der ehemaligen Klosterkirche, die seit ihrer Eröffnung 2010 Kunst vom Mittelalter bis zum Barock und Gemälde aus dem 19. Jahrhundert beherbergt. 2016 war der zweite Bauabschnitt, das Haus der Graphischen Sammlung, fertig. Nach dem 100-jährigen Jubiläum des Augustinermuseums im Jahr 2023 markiert die Eröffnung von Kreuzgang, Konventgebäude und historischen Gewölbekellern am 28. Februar 2026 den Abschluss des dritten und letzten Bauabschnitts. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Gebäudes inklusive festverbauter Einrichtung belaufen sich auf 95,44 Millionen Euro, davon entfallen 62,26 Millionen Euro auf Konvent und Gewölbekeller.

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