Aktuelle Sonderausstellungen

28. Februar 2026 – 21. Februar 2027
Zukunfts(t)räume – Museum im Wandel
Augustinermuseum | FREI_Raum
Nach Jahren des Umbaus und der Eröffnung aller Museumsbereiche beginnt für das Augustinermuseum eine neue Zeit. Die Ausstellung Zukunfts(t)räume nimmt diesen Moment zum Anlass, innezuhalten, zurückzublicken – und nach vorn zu denken. Sie erzählt die bewegte Geschichte des Hauses: vom Kloster über die Nutzung als Theater und Kartoffellager bis zum heutigen, zeitgemäßen Museum. Zugleich fragt sie, wohin die Reise geht. Wie verändert sich ein Museum im Laufe der Zeit? Was bleibt, was wandelt sich, was entsteht neu? Wie reagiert
ein Museum auf gesellschaftliche Veränderungen? Und was braucht ein Museum, um relevant und aktuell zu bleiben?
Zukunfts(t)räume lädt dazu ein, ins Gespräch zu kommen und gemeinsam weiterzudenken. Die Ausstellung zeigt das Museum als lebendigen Ort, der sich mit der Stadt Freiburg, ihren Menschen und ihren Ideen weiterbewegt. Sie markiert einen neuen Anfang – offen für Dialog und Zukunft, offen für neue Räume und Träume.

27. Januar – 13. September 2026
Ende der Zeitzeugenschaft?
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Shoa werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen nur noch für begrenzte Zeit in persönlichen Begegnungen vermitteln können. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, historischen Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten. Hinzu kommen immer neue Medien: Comics, Social Media-Formate, Hologramme…
Die Ausstellung nimmt unterschiedliche Aspekte von Zeitzeug*innenschaft in den Blick: Wie entsteht aus persönlichen Erinnerungen eine Erzählung und was beeinflusst sie? Wie kommen Interviews und andere Zeugnisse eigentlich zustande? Was hat sich im Umgang mit ihnen seit 1945 verändert? Und wie gehen Museen und Gedenkstätten heute und in Zukunft damit um?
Die Übernahme des Projekts des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist die erste Sonderausstellung des DZNS seit der Eröffnung des Hauses im März 2025. Für die Ausstellung in Freiburg wurden Ausschnitte aus Interviews mit überlebenden Freiburger*innen ergänzt. In der Museen Freiburg App gibt es außerdem eine begleitende Themen-Tour durch die Dauerausstellung des DZNS.

22. November 2025 – 12. April 2026
MAL ER, MAL SIE. Artur Stoll und Olga Jakob
Museum für Neue Kunst
Zwei Künstler*innen, ein Thema, viele Parallelen und Unterschiede – mal im Dialog gegenübergestellt, mal einzeln präsentiert, zeigen die Werke verschiedene Vorstellungen von Malerei, die dennoch eine gemeinsame Basis haben. 40 Jahre liegen zwischen den Studienzeiten des gebürtigen Freiburgers Artur Stoll (1947–2003) und der Kölnerin Olga Jakob (*1985) an der Kunstakademie in Karlsruhe. Beide verbindet eine Obsession für Material und Farbe. Während Stolls geschichtete, dicke Malereien schwer und massiv wirken, scheinen Jakobs Arbeiten aus Stoff und Seidenpapier leicht und fragil. Wie beeinflussen Form und Größe die Wahrnehmung? Was macht Nähe und Distanz aus? Wo geht Gegenständlichkeit in Abstraktion über? Viele Fragen leiten die Besuchenden durch die Ausstellung, in die sie eigene Ideen einbringen können.
Alle Werke von Artur Stoll stammen aus dem Freiburger Morat Institut für Kunst und Kunstwissenschaft. Mit profundem Blick und großer Leidenschaft trug Franz Armin Morat wichtige Werke ausgewählter Künstler*innen zusammen und schuf eine Institution mit Renommée weit über die Stadt hinaus.

Dachgeschoss
Ins Licht gerückt: Künstlerinnen im 19. Jahrhundert
Die aktuelle Schau unter dem Titel "Ins Licht gerückt: Künstlerinnen im 19. Jahrhundert" zeigt unter anderem Gemälde von Alexandra Berckholtz (1821–1899), Ida Maier (1821–1904), Marie Dürr-Grossmann (1852–1889) und Frieda Roman (1859–1918) – allesamt Frauen, die trotz ihres künstlerischen Talents im Schatten ihrer männlichen Kollegen standen. Viele der ausgestellten Werke werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Ihre Gemälde spiegeln eine Zeit, in der Frauen durch soziale und strukturelle Hindernisse am Fortschritt gehindert wurden. Der Zugang zu Kunstakademien war stark eingeschränkt und nur wenigen Frauen gelang es, ihre Arbeiten in renommierten Ausstellungen zu zeigen. Trotz dieser Hürden schufen sie beeindruckende Werke und fanden kreative Wege, sich zu behaupten. Künstlerinnen sind in Ausstellungen und musealen Sammlungen oft unterrepräsentiert – auch im Augustinermuseum stammen weniger als 15 Prozent der Werke aus dieser Zeit von Frauen.



