Ansprechpersonen

Gerne beantworten wir Ihre Fragen zu den Museen Freiburg oder organisieren Besichtigungs- und Interviewtermine.

Julia Wilms, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Museen Freiburg

Fabian Vögtle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Hinweis an Medienschaffende

Die hier zur Verfü­gung gestell­ten Pres­se­bil­der und -informationen dürfen ausschließ­lich von Medien (Print, Online, TV, Radio) kosten­frei für die aktu­elle Bericht­er­stat­tung zur jewei­li­gen Ausstel­lung oder zum Projekt verwen­det werden. Sie dürfen ohne ausdrück­li­che Geneh­mi­gung der jewei­li­gen Rech­te­inha­ber*innen nicht für andere Zwecke genutzt werden. Eine Weitergabe der Bilder an Dritte ist grundsätzlich untersagt. Bei Verwen­dung der Pres­se­bil­der sind die mitge­lie­fer­ten Urhe­ber- und Rech­te­nach­weise zu beach­ten und eben­falls im direk­ten Zusam­men­hang mit dem jewei­li­gen Bild unver­än­dert wieder­zu­ge­ben.

Wir bitten jeweils um ein Belegexemplar an julia.wilms@freiburg.de oderfabian.voegtle@freiburg.de.

Presse-Kits zu aktuellen Projekten

Foto: Marc Doradzillo

ab Samstag, 28. Februar 2026

Gesamteröffnung Augustinermuseum

Augustinermuseum

Das vollständig sanierte Augustinermuseum eröffnet – Freiburg erhält damit einen Kulturort zurück, der weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Mit Fertigstellung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent und den Gewölbekellern ist das Haus komplett: Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit ist das denkmalgeschützte Gebäude nun vollständig erneuert. Modern, barrierearm, interaktiv und partizipativ präsentiert das Museum auf rund 3400 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Foto: Patrick Seeger

21. Februar – 12. April 2026

Vom Ei zum Küken

Museum Natur und Mensch

Hör mal, wer da raschelt, pickt und piepst! Im Museum Natur und Mensch geht am Samstag, 21. Februar, die allseits beliebte, sehnsüchtig erwartete Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ in die nächste Runde. Bereits zum 35. Mal können kleine und große Fans beim Schlüpf-Marathon mitfiebern und den flauschigen Hühner-Nachwuchs bewundern. Zum Jubiläum blickt die Schau auf eine erfolgreiche Laufzeit zurück: Allein in den letzten zehn Jahren zog sie über 235.000 Besuchende an. Bis Sonntag, 12. April, gibt es jede Menge Spannendes über die Welt der Hühner und eierlegenden Tiere, eine verantwortungsvolle Nutztierhaltung sowie Feste und Bräuche zu entdecken.

Foto: Patrick Seeger

27. Januar – 13. September 2026

Ende der Zeitzeugenschaft?

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Bald wird es keine lebenden Zeitzeug*innen der NS-Verbrechen mehr geben. Überlebende des Holocaust werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen dann nicht mehr persönlich mitteilen können. Die Sonderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) der Museen Freiburg hinterfragt, was Zeitzeug*innenschaft ist und welche Bedeutung sie in der Gesellschaft seit 1945 hat. Die Ausstellung läuft von Dienstag, 27. Januar, bis Sonntag, 13. September.

Foto: Marc Doradzillo

Januar bis Dezember 2026

Ausstellungsvorschau 2026

Museen Freiburg

Die Museen Freiburg starten 2026 mit einem vielseitigen Programm. Das Highlight ist die Eröffnung des sanierten Augustinermuseums Ende Februar. Im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus steht außerdem die erste Sonderausstellung an. Das 35. Jubiläum der beliebten Familienausstellung „Vom Ei zum Küken“, das interaktive Projekt „Spielfeld. Sport & Kunst“ oder das „Archäo-Labor“ versprechen Abwechslung. Alle Ausstellungen im Überblick:

Foto: Bernhard Strauss

22. November 2025 – 12. April 2026

MAL ER, MAL SIE. Artur Stoll und Olga Jakob

Museum für Neue Kunst

Was ist Malerei – und was kann sie sein? Mit der neuen Ausstellung „MAL ER, MAL SIE. Artur Stoll und Olga Jakob“ stellt das Museum für Neue Kunst ab Samstag, 22. November, zwei Künstler*innen vor, deren Werke aus unterschiedlichen Zeiten stammen, sich aber in einer gemeinsamen Fragestellung begegnen: Wie lässt sich Malerei denken, erleben und erfahren? Die Schau läuft bis Sonntag, 12. April, 2026.

Foto: Patrick Seeger

23. Oktober 2025 – 8. März 2026

Urformen – Eiszeitkunst Europas

Archäologisches Museum Colombischlössle

Kunst in der Eiszeit? Und ob! Vor rund 45.000 Jahren kamen moderne Menschen nach Europa und fertigten meisterhaft gearbeitete Kunstwerke – darunter kleine Figuren von Menschen und Tieren, die uns zeigen, wie sie ihre Lebenswelt wahrgenommen haben. … Mehr …

ab sofort

Eröffnung Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Es ist ein Meilenstein der modernen Erinnerungskultur und der Demokratieförderung in Freiburg: Das neue Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) ist ab sofort eröffnet. 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schafft die Stadt Freiburg mit einem neuen Erinnerungs- und Lernort einen dauerhaften Raum zur Auseinandersetzung mit der Geschichte der nationalsozialistischen Diktatur. In das direkt angrenzende Rotteckhaus zieht zeitgleich die Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) ein.

Pressemitteilungen

Meldung vom 26.02.2026

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit: Komplett saniertes Augustinermuseum öffnet am Samstag, 28. Februar, seine Türen / 1600 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche im Konventgebäude und in den Gewölbekellern des ehemaligen Klosters / Von der mittelalterlichen Ritterrüstung bis zum Protestschild der Klimabewegung: Stadt- und Kulturgeschichte stehen im Fokus / Freier Eintritt bis Sonntag, 8. März

Das vollständig sanierte Augustinermuseum eröffnet – Freiburg erhält damit einen Kulturort zurück, der weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt. Mit Fertigstellung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konvent und den Gewölbekellern ist das Haus komplett: Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit ist das denkmalgeschützte Gebäude nun vollständig erneuert. Modern, barrierearm, interaktiv und partizipativ präsentiert das Museum auf rund 3400 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. *br* Gefeiert wird die Fertigstellung mit einem Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März. Der Eintritt ist bis einschließlich Sonntag, 8. März, kostenfrei. Mit rund 1600 Quadratmetern zusätzlicher Ausstellungsfläche auf vier Etagen verändert sich das Augustinermuseum spürbar. Im Fokus stehen jetzt stadt- und kulturgeschichtliche Themen, die einen deutlichen Gegenpol zur Ausstellung überwiegend sakraler Kunst im ehemaligen Kirchengebäude bilden. Auch der Einsatz neuer Medien – von Präsentationen und Animationen über interaktive Stationen bis hin zum immersiven Raum – macht den Unterschied. In vielen Bereichen können Besucher*innen sich beteiligen, ihre Meinung äußern, in Dialog treten oder sogar eigene Objekte für die Ausstellung vorschlagen. Das Museum öffnet sich für Partizipation und wendet sich dezidiert an die Freiburger*innen. Da es alle Inhalte dreisprachig in Deutsch, Englisch und Französisch anbietet, etabliert sich das Augustinermuseum als besonderes kulturelles Leuchtturmprojekt im Dreiländereck und als feste Anlaufstelle für Tourist*innen. *br*  Martin Horn, Oberbürgermeister „Heute ist ein lang ersehnter Festtag für Freiburg. Mit der vollständigen Eröffnung des Augustinermuseums kehrt ein kultureller Leuchtturm in unsere Stadt zurück, der weit über die Region hinausstrahlt. Viele Menschen haben über Jahre hinweg mit großem Engagement, mit Fachwissen und vor allem mit Herzblut daran gearbeitet, dieses einzigartige Baudenkmal zu bewahren und zugleich zu einem modernen Museum weiterzuentwickeln. Mein besonderer Dank gilt dem Gemeinderat, der dieses Projekt über lange Zeit mitgetragen hat, sowie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die es mit ihrer Unterstützung möglich gemacht haben. Dass dieses Haus nun in seiner ganzen Vielfalt erlebbar ist, ist das Ergebnis einer starken Gemeinschaftsleistung. Nun ist das Museum offen für alle – ich lade die Freiburgerinnen und Freiburger herzlich ein, dieses besondere Stück Stadtgeschichte neu zu entdecken und mit Leben zu füllen.“ *br* Ulrich von Kirchbach, Kulturbürgermeister „Ich bin froh und dankbar, dass die Sanierung und Erweiterung des Augustinermuseums nun noch kurz vor Ende meiner Amtszeit als Bürgermeister vollendet werden konnte. Es war ein langer Weg mit vielen Höhepunkten und auch Tiefschlägen. Aber der engagierte Einsatz der vielen Beteiligten hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Denn mit der Eröffnung gewinnt Freiburg einen Kulturort von internationaler Strahlkraft, der viele Gäste anziehen und damit wesentlich zur Belebung der Innenstadt beitragen wird. Wir laden alle Freiburgerinnen und Freiburger ein, die Gelegenheit zu ergreifen, einen neuen, frischen Blick auf Freiburger Kunst- und Kulturgeschichte zu gewinnen.“ *br*  Martin Haag, Baubürgermeister „Wir sind sehr froh, dass wir heute hier im neuen Augustinermuseum stehen. Nach mehr als 20 Jahren Bauzeit können wir dieses für Freiburg so wichtige Museum einweihen. In diesen über zwei Jahrzehnten ist seit dem ersten Mauerdurchbruch viel passiert: Es war ein langer und harter Weg, der uns vor viele Herausforderungen gestellt hat. Drei Bauabschnitte waren nötig, um aus einem alten, heruntergekommenen, denkmalgeschützten Gebäude ein neues, hochmodernes Museum im Herzen von Freiburg zu machen: Viele geplante, aber auch unvorhersehbare Herausforderungen mussten vom Team Augustiner im Immobilienmanagement und den Architekt*innen und Ingenieur*innen gemeinsam gemeistert werden. Ein großer Dank an alle, die dieses ungemein komplexe Bauvorhaben gemeistert und zum Erfolg geführt haben. Insbesondere die vielen Bauleute in Planung und Handwerk. Wir sind sehr froh über ein neues großartiges Museum und ebenso über ein großartig saniertes historisches Gebäude im Herzen Freiburgs.“    *br*  Von der Schatzkammer bis zum FREI_Raum: die neuen Ausstellungsbereiche Mit den Themenbereichen im gesamten Gebäudekomplex, der neben der historischen Klosteranlage auch das bis 2016 neu errichtete Haus der Graphischen Sammlung umfasst, spannt das Museum einen weiten Bogen von der frühen Geschichte bis in die Gegenwart. *br*  In der Schatzkammer erzählen mittelalterliche Bildteppiche spannende Geschichten, etwa der berühmte „Weiberlistenteppich“ aus den 1320/30er Jahren. Meisterwerke der Goldschmiedekunst wie der filigrane „Krippelekelch“ aus dem 18. Jahrhundert oder Raritäten wie der Adelhauser Tragaltar aus dem 8. Jahrhundert, einer der ältesten Tragaltäre überhaupt, werden ebenso präsentiert wie der Silberaltar des Freiburger Münsters, der in der ehemaligen Klostersakristei einen neuen Ort gefunden hat. *br*  Von Rittern, Bächle und Jahrhundertbaustellen: Was Freiburg in den vergangenen 900 Jahren prägte und wie sich die Stadt entwickelte, zeigen zahlreiche Objekte und Modelle. Im Fokus steht auch die faszinierende Baugeschichte des Münsters, es war im Mittelalter zentraler Treffpunkt und weit mehr als ein Gotteshaus. Originale Sandsteinskulpturen, eine sensible historische Architekturzeichnung, Hands-On- und Medien-Stationen vermitteln vielschichtige Inhalte der Stadtgeschichte. *br*  Früher prägte die christliche Religion die Region, hinzu kamen kleine jüdische Gemeinden außerhalb der Stadt. Heute stellt sich die Welt anders dar. Menschen aus unterschiedlichen Ländern bringen ihre Religionen mit oder gehören keiner Glaubensgemeinschaft mehr an. Das Museum bietet Raum für respektvollen Austausch, Interaktion und Partizipation. *br*  Beim Blick auf die historischen Klöster im Schwarzwald zeigt sich, dass sie früher nicht nur das Land mit der christlichen Religion prägten, sondern sich auch durch soziales Engagement und Förderung von Wirtschaft und Wissenschaft auszeichneten. Männer- und Frauenorden unterschieden sich dabei deutlich. *br* Ein besonderes Erlebnis ist die immersive Rauminstallation zum Schwarzwald . Besucher*innen schließen sich einem traditionellen Hochzeitszug an oder stapfen durch verschneite Winterlandschaften. Gemälde und Objekte der Sammlung erwachen um sie herum zum Leben und erzählen von Brauchtum, handwerklichen Innovationen, Umweltthemen und Tourismus. Daneben verdeutlicht eine Sammelvitrine die Bedeutung des Glasbläserhandwerks im Schwarzwald. Verschiedenste Objekte zeugen von beeindruckender Kunstfertigkeit und Vielfalt. *br*  Der Bereich Protest und Revolution schlägt den Bogen von der Badischen Revolution über die Studierendenbewegung der 1960er Jahre bis hin zu aktuellen Protesten wie „Fridays for Future“ oder „I can’t breathe“. Was trieb und treibt Menschen auf die Straßen? Interaktive Protestschilder laden zur Beteiligung ein. *br*  Die Welte-Lounge rückt ein bedeutendes Kapitel Freiburger Musikgeschichte in den Fokus, denn die selbstspielenden Instrumente der Firma M. Welte & Söhne sind international bekannt. Berühmte Pianist*innen und Komponist*innen spielten Werke für Notenrollen ein, die etwa der Steinway-Welte-Reproduktionsflügel bis heute dynamikgetreu abspielt. Das Schaudepot zeigt rund 1300 Notenrollen, daneben bietet eine Medienstation Musik auf Knopfdruck. *br*  Pompöse Pracht, theatralische Inszenierungen, bewegte Kompositionen und eine große Bandbreite an Themen, von der Mythologie über Landschaft und Stillleben bis zum Porträt – all das erwartet Besucher*innen der Barockgalerie, die Malerei von 1600 bis 1800 zeigt. Wie zur Entstehungszeit üblich, präsentieren sich die Gemälde in dichter Hängung neben- und übereinander. *br*  Die Erstbespielung „Freiburger Frauen* im Blick“ der digitalen Porträtgalerie ist eine Kooperation mit dem Verein Element 3 und der Fotografin Britt Schilling. Zu sehen sind rund 80 Fotos – Momentaufnahmen, die einen Ausschnitt unserer pluralistischen Stadtgesellschaft zeigen. *br* Im FREI_Raum entwickelt das Augustinermuseum gemeinsam mit unterschiedlichen Akteur*innen aus Freiburg und der Region Projekte und Ideen. In der ersten Jahresausstellung „Zukunfts(t)räume. Ein Museum im Wandel“ blickt das Haus nach Jahren des Umbaus zurück und denkt gemeinsam mit den Freiburger*innen in die Zukunft. Wie sollen sich Stadt und Museum weiterentwickeln? *br*  Außerdem begrüßt das Café Kien im historischen Kreuzgang und dem Zinnengarten seine Gäste mit einem täglich wechselnden Mittagstisch, herzhaften Snacks, Kuchen und kleinen Süßigkeiten. *br*  Eröffnungswochenende und weitere Informationen Das Eröffnungswochenende am Samstag, 28. Februar, und Sonntag, 1. März, bietet ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen: Besucher*innen erwartet Speed-Dating, der selbstspielende Welte-Flügel in Aktion oder kreative Mitmachangebote für Klein und Groß. Jazzmusik-Fans kommen mit der Freiburger Band Redhouse Hot Six in der Skulpturenhalle auf ihre Kosten. Das vollständige Programm gibt es unter www.museen.freiburg.de/aktuelles *br*  Die Museen-Freiburg-App lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, die Highlights im neuen Konventgebäude ganz individuell auf dem eigenen Smartphone oder einem Leihgerät zu erkunden – auf Deutsch, Englisch oder Französisch. Der Rundgang für kleine Museumsbesucher*innen wird durch Spiele ergänzt und ist verfügbar in Gebärdensprache und mit Audiodeskription. Erwachsenen Nutzer*innen bietet die App zudem die Option „Leichte Sprache“ an. *br*  Das Augustinermuseum mit dem Café Kien ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr geöffnet. Bis einschließlich Sonntag, 8. März, ist der Eintritt frei. Danach kostet er 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Für Menschen unter 27 Jahren, mit FreiburgPass, FamilienCard oder Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Das Ticket gilt als Tageskarte für alle Häuser der Museen Freiburg. Alle Informationen zum Augustinermuseum, zu den Veranstaltungen und Bildungsangeboten gibt es unter www.museen.freiburg.de *br*  Hintergrund zur Sanierung Der Startschuss für die Sanierung des Augustinermuseums fiel 2002 mit dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats zum Umbau. Das Projekt wurde in drei Bauabschnitten realisiert. Den Auftakt bildete die Erneuerung der ehemaligen Klosterkirche, die seit ihrer Eröffnung 2010 Kunst vom Mittelalter bis zum Barock und Gemälde aus dem 19. Jahrhundert beherbergt. 2016 war der zweite Bauabschnitt, das Haus der Graphischen Sammlung, fertig. Nach dem 100-jährigen Jubiläum des Augustinermuseums im Jahr 2023 markiert die Eröffnung von Kreuzgang, Konventgebäude und historischen Gewölbekellern am 28. Februar 2026 den Abschluss des dritten und letzten Bauabschnitts. Die Gesamtkosten für die Sanierung des Gebäudes inklusive festverbauter Einrichtung belaufen sich auf 95,44 Millionen Euro, davon entfallen 62,26 Millionen Euro auf Konvent und Gewölbekeller.
Meldung vom 13.02.2026

35 Jahre „Vom Ei zum Küken“: Der Familienklassiker startet am Samstag, 21. Februar, im Museum Natur und Mensch

Hör mal, wer da raschelt, pickt und piepst! Im Museum Natur und Mensch geht am Samstag, 21. Februar, die allseits beliebte, sehnsüchtig erwartete Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ in die nächste Runde. Bereits zum 35. Mal können kleine und große Fans beim Schlüpf-Marathon mitfiebern und den flauschigen Hühner-Nachwuchs bewundern. Zum Jubiläum blickt die Schau auf eine erfolgreiche Laufzeit zurück: Allein in den letzten zehn Jahren zog sie über 235.000 Besuchende an. Bis Sonntag, 12. April, gibt es jede Menge Spannendes über die Welt der Hühner und eierlegenden Tiere, eine verantwortungsvolle Nutztierhaltung sowie Feste und Bräuche zu entdecken. *br*Winzig, bunt und wuselig: Die unterschiedlichen Küken seltener Hühnerrassen begeistern wirklich alle. Dabei sind die Museumsküken nicht nur süß. Sie regen auch zum Nachdenken an: Was bedeuten die Zahlen auf den Eiern im Supermarkt? Wie viel Platz haben Hühner bei den diversen Haltungsformen? Welche Produkte enthalten Eier, wo wir sie gar nicht erwarten? Und was ist eigentlich ein Zweinutzungshuhn? Antworten bieten verschiedene Mitmachstationen, die spielerisch für bewussten Konsum, Tierwohl und nachhaltige Landwirtschaft sensibilisieren. *br*In der Mitmachausstellung erfahren Neugierige Wissenswertes über Feste und Bräuche: vom mexikanischen Glücksbringer bis zum hartgekochten Beizah des Pessach-Festes. Doch damit nicht genug. Beim Rätseln und Ausprobieren wird klar: Das Ei ist überall im Tierreich präsent. Ob der Schopftinamu mit seinem grün-glänzenden Gelege oder die Gespenstschrecke, deren winzige Eier erst unterm Mikroskop ihre bizarre Schönheit offenbaren – es gibt so einiges zu erkunden. *br*Ebenso vielfältig ist das Begleitprogramm der Ausstellung: Veranstaltungen laden zum Mitmachen und Spaßhaben ein. Wer mag, geht beim Info-Nachmittag der Reptilienauffangstation auf Tuchfühlung mit Schildkröten und anderen Reptilien oder lässt der Fantasie beim Küken-Filzen freien Lauf. Ein Highlight: die Lesung und der Workshop zum Buch „Das Osterküken“ mit Illustratorin Alexandra Junge. Gemeinsam mit Henne Hilda suchen die Kinder nach dem Geheimnis von Ostern, lernen wie ein Bilderbuch entsteht und schaffen eigene Bildwelten. Das Veranstaltungsangebot und Tickets finden sich im Online-Shop der Museen Freiburg: museen-freiburg.de/shop . *br*Bei einer nagelneuen Rallye können Spürnasen jedes Alters auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Eierdieb ihr detektivisches Geschick erproben. Das Küken-Mitmachheft gibt es wieder für 2,50 Euro an der Museumskasse. *br*Auch für Schulen und Kitas verspricht die Ausstellung nicht nur Spaß. Sie erfüllt auch einen wichtigen Bildungsauftrag: Entsprechend der Leitlinien zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung erfahren Kinder und Jugendliche in vielseitigen Programmen mehr über artgerechte Tierhaltung und reflektieren ihr Konsumverhalten. Die Buchung ist möglich unter museen.freiburg.de/kita-schule . *br*Beim Kreativwettbewerb haben Kita- und Grundschulgruppen die Chance, sich künstlerisch auszutoben und tolle Preise abzustauben. Bis Sonntag, 15. März, können die Kinder Eier-Kreationen gestalten, die dann am bunten „Eierhimmel“ als Teil der Ausstellung präsentiert werden. Unter allen Einsendungen wählen die Besuchenden ihre Lieblingsstücke aus. Die Hauptgewinner*innen können sich auf einen aufregenden Ausflug zum Bio-Bauernhof freuen. Alle Infos gibt es unter museen.freiburg.de/aktuelles . *br*Das Museum Natur und Mensch ist dienstags von 10 bis 19 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, Mitglieder des Freundeskreises und mit dem Museums-Pass-Musées ist der Eintritt frei. *br*Hinweis an die Besuchenden: Wegen des großen Andrangs von Kitas und Schulen empfiehlt das Museum Familien werktags einen Besuch nach 12.30 Uhr. Das Platzangebot in der Garderobe ist beschränkt. Nur wenige Kinderwagen können im Museum abgestellt werden, sie dürfen nicht in die Ausstellung mitgenommen werden. Fahrradanhänger müssen draußen bleiben.
Meldung vom 26.01.2026

Ende der Zeitzeugenschaft? Neue Sonderausstellung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus

Bald wird es keine lebenden Zeitzeug*innen der NS-Verbrechen mehr geben. Überlebende des Holocaust werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen dann nicht mehr persönlich mitteilen können. Die Sonderausstellung "Ende der Zeitzeugenschaft?" im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) der Museen Freiburg hinterfragt, was Zeitzeug*innenschaft ist und welche Bedeutung sie in der Gesellschaft seit 1945 hat. Die Ausstellung läuft von Dienstag, 27. Januar, bis Sonntag, 13. September.   *br* Die Übernahme des Projekts des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg ist die erste Sonderausstellung des DZNS seit der Eröffnung des Hauses im vergangenen Jahr. Sie nimmt unterschiedliche Aspekte von Zeitzeug*innenschaft in den Blick: Wie entstehen aus Erinnerungen Erzählungen und was beeinflusst sie? Was hat sich im Umgang mit ihnen seit 1945 verändert? Wer oder was erinnert uns in 50 Jahren an den Holocaust und die NS-Verbrechen? Wie kommen wir ohne direkte persönliche Begegnungen mit Zeitzeug*innen aus? Und wie gehen Museen oder Gedenkstätten damit in Gegenwart und Zukunft um?   *br*Für die Ausstellung im DZNS wurden Ausschnitte aus zehn Interviews mit überlebenden Freiburger*innen ergänzt. Dazu gehören unter anderem die Schriftstellerin Lotte Paepcke, der als US-Agent bekannt gewordene Fred Mayer, der in der Colombistraße 11 wohnhafte Max Eisenmann und der spätere Pfarrer Helmut Schwarz. Auch eine Leihgabe des Maximilian-Kolbe-Werks Freiburg geht in die Ausstellung ein: die Häftlingsjacke, die der polnische Überlebende Jozef Krzepina (*1920) auf einem „Todesmarsch“ aus dem KZ Sachsenhausen tragen musste. Krzepina besuchte Freiburg auf Einladung des Kolbe-Werks viele Jahre im Zuge von Zeitzeugengesprächen und Überlebenden-Treffen und schenkte die Jacke 1993 dem Kolbe-Werk zum 20. Jahrestag seines Bestehens.   *br*Eine neue Audiotour in der Museen Freiburg App setzt das Thema der Sonderausstellung mit Objekten und Zeugnissen der Dauerausstellung in Beziehung. Dabei geht es um die zentrale Frage, wer oder was Zeug*in des Holocausts sein kann, auch nach dem „Ende der Zeitzeugenschaft“. Zudem bietet das DZNS ein breites Vermittlungsangebot für Gruppen und Schulklassen an, zum Beispiel mit Workshops. Infos gibt es unter www.museen.freiburg.de/schule bzw. www.museen.freiburg.de/gruppen . Viele Veranstaltungen begleiten die Ausstellung. In Kooperation mit dem Kommunalen Kino findet die Reihe „HINSCHAUEN“ statt – Filmvorführungen mit anschließendem Austausch. Bei einem Erzählcafé auf dem Grethergelände geht es um Erfahrungen von Überlebenden und ihren Familien nach 1945. Im DZNS selbst findet ein Gespräch mit dem Nachkommen Joachim S. Nelson über die als jüdisch verfolgte Freiburger Familie Nelson statt. Zum Abschluss der Sonderausstellung diskutiert das DZNS auf einem Podium unter dem Motto „Wie gestalten wir das Erinnern ohne direkte Zeitzeug*innen? Alternative Formen des Erinnerns an den Holocaust“. Alle aktuellen Veranstaltungen gibt es unter www.museen.freiburg.de/kalender .   *br*Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und dienstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.   *br*Kuratiert hat die Wanderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ Anika Reichwald, bis 2024 am Jüdischen Museum Hohenems tätig, heute Kuratorin am Jüdischen Museum Berlin. Die aktuelle Projektleitung liegt bei Dinah Ehrenfreund vom Jüdischen Museum Hohenems. Für die Freiburger Ausstellung hat Caroline Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin des DZNS, die Projektleitung übernommen.
Meldung vom 22.01.2026

Museen Freiburg freuen sich über Rekordergebnis: 2025 kamen 361.022 Interessierte in die fünf Häuser / Erfolgreicher Start fürs Dokumentationszentrum Nationalsozialismus: 41.064 Besucher*innen seit Eröffnung im März / Publikumsmagnet war bis Ende des Jahres die Ausstellung „Insekten. Schillernd schön und tierisch wichtig“ mit 50.796 Gästen

Eiszeitkunst, Impressionismus oder zeitgenössische Positionen, Geschichtsthemen, flauschige Küken oder schillernde Insekten: Die Museen Freiburg boten 2025 ein vielfältiges Programm aus Archäologie, Kunst, Geschichte und Natur. Mit ihren Ausstellungen, Projekten und Vermittlungsangeboten erzielten sie einen neuen Besucher*innenrekord. Insgesamt kamen 361.022 Menschen in das Augustinermuseum, das Museum für Neue Kunst, das Museum Natur und Mensch, das Archäologische Museum Colombischlössle sowie in das neu eröffnete Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 35.296 Personen (2024: 325.726). Während das Museum für Stadtgeschichte als eigenes Haus 2025 wegfiel (2024: knapp 14.800 Gäste), legte das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus mit 41.064 Besucher*innen einen erfolgreichen Start hin. Als größter Publikumsmagnet erwies sich die Ausstellung „Insekten. Schillernd schön und tierisch wichtig“ des Museums Natur und Mensch mit 50.796 Gästen. *br*  Die Eröffnung des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus (DZNS) als Außenstelle des Augustinermuseums am 21. März 2025 war ein besonderer Höhepunkt des Museumsjahres. Bis Ende Dezember besuchten 41.064 Menschen das Haus am Rotteckring. Neben Gästen aus der Region und ganz Deutschland kamen viele aus den Nachbarländern Frankreich und Schweiz, aber auch aus Israel, Skandinavien, Lateinamerika, Kanada oder den USA. Die positive Resonanz schlägt sich auch in der großen Nachfrage bei den Vermittlungsangeboten für Schulen und Erwachsenengruppen nieder. Mit dem DZNS und der dort stattfindenden historisch-politischen Bildung leisten die Museen Freiburg einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. *br*   Das Augustinermuseum (AM) mit dem Haus der Graphischen Sammlung (HGS) besuchten im vergangenen Jahr 147.929 Kunstbegeisterte, ein Plus von 5.179 Gästen (2024: 142.750). Besonders großen Zuspruch erhielt die Ausstellung „Licht und Landschaft. Impressionisten in der Normandie“ (24. Mai bis 30. November), die sich auch viele Gäste aus Frankreich ansahen. 47.903 Besuchende tauchten in die Werke von Malern wie Jean-Baptiste Camille Corot, Gustave Courbet und Claude Monet ein, die die Naturschauspiele der nordfranzösischen Region eindrucksvoll festhielten. Die Ausstellung basierte auf der Sammlung „Peindre en Normandie“, die in den 1990er Jahren in Caen gegründet wurde. Die Schau „Alter. Grafik aus fünf Jahrhunderten“ (26. April bis 17. August) zog 5.423 Besuchende ins Haus der Graphischen Sammlung. Gezeigt wurden rund 80 Werke von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert, darunter Arbeiten von Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Rembrandt van Rijn, Marie Ellenrieder, Max Liebermann, Käthe Kollwitz und Pablo Picasso. Die Werke stammten größtenteils aus den grafischen Sammlungen von Augustinermuseum und Museum für Neue Kunst. *br*   Das Museum Natur und Mensch (MNM) zählte 2025 95.028 Natur- und Kultur-Fans (2024: 86.017). Das entspricht einem Zuwachs von 9.011Besuchenden – ein besonders erfreuliches Ergebnis. Die Ausstellung „Mensch Macht Musik“ (5. Juni 2024 bis 26. Januar 2025) erreichte insgesamt 36.648 Personen. Große und kleine Gäste waren eingeladen, Instrumente aus unterschiedlichen Weltregionen kennenzulernen und die vielfältigen Rollen von Musik zu erkunden. Der Frühlingsklassiker „Vom Ei zum Küken“ (8. März bis 27. April) lockte 29.893 Fans an, vermittelte vielschichtige Inhalte der Naturkunde und regte zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten und nachhaltiger Landwirtschaft an. Als erfolgreichstes Ausstellungsprojekt der Museen Freiburg im Jahr 2025 erwies sich „Insekten. Schillernd schön und tierisch wichtig“ (4. Juni 2025 bis 11. Januar 2026). Bis Jahresende kamen 50.796 Besucher*innen. Zu sehen waren großformatige Makrofotografien von Janosch Waldkircher und zahlreiche Präparate. Ergänzt um interaktive Mitmachstationen lud die Ausstellung Klein und Groß dazu ein, die faszinierenden Tiere mit allen Sinnen zu erforschen und ihre Bedeutung für Mensch und Umwelt zu erkennen. *br*   Auch das Archäologische Museum Colombischlössle (ARCO) erzielte ein sehr gutes Ergebnis, 38.610 Interessierte kamen in das Haus – 5.095mehr als im Vorjahr (2024: 33.515). Zahlreiche Projekte und Aktionen steigerten die Anziehungskraft, darunter der neu gestaltete Medienraum „Zeitmaschine“, das jährlich stattfindende Colombischlössle-Fest und eine neue Museums-Rallye für Kinder. Auch der der neue „Colombini“-Spielplatz, der an ein Römerlager erinnert, weckte bei vielen Familien Interesse am Thema und dem benachbarten Museum. Familien und Kinder waren auch die Kernzielgruppe der Ausstellung „KeltenKids – Eine Reise in die Eisenzeit“ (30. November 2023 bis 11. Mai 2025), die insgesamt 50.953 Personen besuchten. Dank ihres großen Erfolgs geht die Schau nun auf Reisen und ist noch bis zum 8. März 2026 im Museum im Deutschhof in Heilbronn zu sehen. Die Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ (23. Oktober 2025 bis 8. März 2026) zählte bis zum Jahresende bereits 8.119 Besucher*innen. Noch bis Frühjahr 2026 werden dort die berühmtesten Eiszeitfiguren Europas als detailgetreue Nachbildungen sowie Originale aus dem Badischen Landesmuseum präsentiert. *br*   Ins Museum für Neue Kunst (MNK) kamen 2025 38.391 Besucher*innen (2024: 48.665). „Modern Times – Bilder der 1920er Jahre“ (27. September 2024 bis 23. Februar 2025), eine Kooperation mit dem Lindenau-Museum Altenburg, zeigte Werke vom Expressionismus bis zur Neuen Sachlichkeit, ergänzt um zeitgenössische Positionen. Insgesamt nutzten 21.715 Kunst-Interessierte die Gelegenheit, Werke von Otto Dix, Conrad Felixmüller oder Elisabeth Voigt zu sehen. Mit „Marta! Puppen, Pop & Poesie“ (14. März bis 21. September) erreichte das MNK besonders die Zielgruppe der jungen Erwachsenen und zählte 19.002 Gäste. Das Museum stellte die lange in Vergessenheit geratene Malerin, Bildhauerin und Puppenmacherin Marta Kuhn-Weber (1903–1990) und ihr vielseitiges Werk vor. Im Mittelpunkt standen ihre einzigartigen Puppen, die gesellschaftliche Rollenbilder, Gender und Sexualität thematisieren. In die Ausstellung „MAL ER, MAL SIE. Artur Stoll und Olga Jakob“ (3. Oktober 2025 bis 22. Februar 2026) kamen bis Jahresende 7.269 Besucher*innen. Im Fokus stehen zwei Künstler*innen, deren Werke aus unterschiedlichen Zeiten stammen, sich aber in einer gemeinsamen Fragestellung begegnen: Wie lässt sich Malerei denken, erleben und erfahren? *br*   Auch das Bildungsangebot der Museen Freiburg fand 2025 große Resonanz. Mehr als 37.810 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nahmen an Führungen, Workshops, Lesungen, Konzerten und weiteren Veranstaltungen teil – ein Plus von 6.051Personen gegenüber dem Vorjahr (2024: 31.759).
Meldung vom 15.12.2025

Vorschau 2026: Das erwartet Freiburgs Museumspublikum im neuen Jahr / Höhepunkt ist die Neueröffnung des Augustinermuseums

Die Museen Freiburg starten 2026 mit einem vielseitigen Programm. Das Highlight ist die Eröffnung des sanierten Augustinermuseums Ende Februar. Im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus steht außerdem die erste Sonderausstellung an. Das 35. Jubiläum der beliebten Familienausstellung „Vom Ei zum Küken“, das interaktive Projekt „Spielfeld. Sport & Kunst“ oder das „Archäo-Labor“ versprechen Abwechslung. Alle Ausstellungen im Überblick: *br*  Augustinermuseum *br*   Ab 28. Februar *br*  Neueröffnung Augustinermuseum*br*  Mit Eröffnung der neuen Ausstellungsräume im ehemaligen Konventgebäude ist die langjährige Sanierung des Augustinermuseums abgeschlossen. Modern, barrierefrei und interaktiv präsentiert es auf einer Gesamtfläche von 2900 Quadratmetern Kunst- und Kulturgeschichte der Region. *br*   28. Februar 2026 bis 21. Februar 2027*br*  „Frei_Raum“, Konventgebäude*br*  Zukunfts(t)räume – Museum im Wandel *br*  Kloster, Theater, Kartoffellager, Museum – und partizipativer Ort für kulturellen Austausch: Das Haus blickt zurück und denkt gemeinsam mit den Freiburger*innen in die Zukunft. *br*    14. November 2026 bis 18. April 2027*br*  Ausstellungshalle Augustinermuseum*br*  Haar – Macht – Lust*br*  Haare sind Ausdruck von Identität – politisch, religiös, kulturell und persönlich. Die Ausstellung präsentiert Exponate von der Antike bis zur Gegenwart. Sie wurde von der Kunsthalle der Hypovereinsbank München konzipiert und für Freiburg weiterentwickelt. *br*     Dokumentationszentrum Nationalsozialismus*br*    27. Januar bis 13. September 2026*br*  Ende der Zeitzeugenschaft?*br*  Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Shoa können ihre Erlebnisse und Erfahrungen nur noch für begrenzte Zeit in persönlichen Begegnungen vermitteln. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten. Hinzu kommen immer neue Medien wie Comics, Social Media-Formate, Hologramme. Die Ausstellung nimmt deren Entstehung in den Blick und widmet sich der Frage, was sich im Umgang mit diesen Zeugnissen seit 1945 verändert hat. Das Projekt der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Jüdischen Museums Hohenems wurde für Freiburg ergänzt. *br*  Museum Natur und Mensch*br*    21. Februar bis 12. April 2026*br*  Vom Ei zum Küken*br*  Schon zum 35. Mal schlüpfen im Museum Küken seltener Hühnerrassen und begeistern Jung oder Alt. Beim Rätseln und Ausprobieren erfahren Neugierige nicht nur alles rund ums Hühnerei und damit verbundene Bräuche, sondern lernen auch Spannendes über andere eierlegende Tiere. Mitmachstationen regen dazu an, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken. Außerdem jagen Kinder bei einer Rallye einen geheimnisvollen Eierdieb oder entspannen in der Mal- und Leseecke. *br*  20. Mai 2026 bis 3. Januar 2027*br*  Voll unfair! *br*  Die Ethnologische Sammlung präsentiert zwei künstlerische Positionen, die soziale, wirtschaftliche und politische Fragen diskutieren: Marcello Martinez-Vega thematisiert in „El País del Cacao“ die Kakao-Produktion in Ecuador. Welche Folgen der Rohstoffabbau für die Zementindustrie in Indonesiens Kendeng-Gebirge hat, beleuchtet Dewi Candraningrum mit Frauenporträts und Installationen.   *br*    Museum für Neue Kunst*br*    1. Mai bis 11. Oktober 2026*br*  Spielfeld. Sport & Kunst*br*  Das Museum als Spielfeld: Besucher*innen werden zu Akteur*innen oder beobachten das Geschehen von der Seitenlinie. Künstlerische Positionen beleuchten Sport als Massenphänomen, das Gemeinschaft stiftet, aber auch Grenzen der Teilhabe und Barrieren sichtbar macht. In Kooperation mit dem Verein Ring Freiburg und dem Verein Benefit. Schirmherr ist Christian Streich. *br*  30. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027*br*  Freundschaftsspiel. Musée international d’Art naïf Anatole Jakovsky : Museum für Neue Kunst*br*  Mit der Reihe „Freundschaftsspiel“ geht das Museum für Neue Kunst diesmal in den deutsch-französischen Austausch und tritt in Dialog mit dem Musée International d’Art Naïf Anatole Jakovsky. Erstmals stehen Naive Kunst und Art brut im Fokus.*br*  Haus der Graphischen Sammlung*br*    27. Juni bis 18. Oktober 2026*br*  Eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst*br*  Marcel van Eeden. 6. August 1870 *br*  Mit künstlerischer Fotografie und Zitaten aus historischen Texten setzt sich Marcel van Eeden mit Nationalismus, Kolonialismus und Rassismus auseinander. Ausgangspunkt ist das Schicksal eines algerischen Kolonialsoldaten, der im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 starb. Sein Schädel kam zu Studienzwecken in die Anatomisch-anthropologische Sammlung von Alexander Ecker (1816–1887), die heute von der Universität Freiburg verwahrt wird.   28. November 2026 bis 14. März 2027*br*  Max Klinger. Radierungen*br*  Max Klingers Radierkunst markiert eine Renaissance der Technik um 1900. Symbolismus, Jugendstil und frühe surrealistische Elemente verbinden sich zu einem unverwechselbaren Stil. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museum der Bildenden Künste Leipzig.*br*    Archäologisches Museum Colombischlössle*br*    8. Oktober 2026 bis 27. Juni 2027*br*  Archäo-Labor. Neues aus der Wissenschaft *br*  Manche archäologischen Objekte faszinieren durch ihr Alter oder ihre kunstvolle Machart. Bahnbrechende Erkenntnisse liefern aber oft unscheinbare Stücke oder Details, die in interdisziplinären Untersuchungen sichtbar werden. Wie helfen etwa Jahresringe von Bäumen bei der Datierung jahrtausendealter Objekte? Können Rohstoffe einen „Fingerabdruck“ haben? Die Ausstellung präsentiert Neufunde aus Südbaden und vermittelt, wie moderne Archäologie arbeitet.
Meldung vom 26.11.2025

Archäologisches Museum Colombischlössle präsentiert neuen Museumsführer / Buchvorstellung am Mittwoch, 3. Dezember, um 19 Uhr

Der neue Museumsführer des Archäologischen Museums Colombischlössle ist da: Ob zuhause oder im Museum – der druckfrische Band lädt auf 234 Seiten zum Eintauchen in die Vergangenheit ein. Zu allen Epochen der Vor- und Frühgeschichte – von der Steinzeit über die Bronze- und Eisenzeit bis zur römischen Epoche und zum Frühmittelalter – bietet der Museumsführer leicht verständliche Texte. Darüber hinaus erläutert er die einzelnen Funde und Fundkomplexe aus Südbaden.   *br*  Expert*innen vertiefen anhand ausgewählter Exponate zentrale Themen der regionalen Archäologie und eröffnen Einblicke in aktuelle Forschungsfragen – darunter Jagdstrategien am Ende der Eiszeit, Umgang mit Metall und Status in der Bronze- und Eisenzeit oder Fragen nach Identität, Reichtum und gesellschaftlichen Strukturen in römischer und frühmittelalterlicher Zeit. Raumansichten, Objektfotografien, Rekonstruktionszeichnungen oder Grabungsdokumentationen führen die Vergangenheit eindrucksvoll vor Augen. So dient der Museumsführer nicht nur als Begleitbuch während des Ausstellungsbesuchs, sondern zugleich als „Ausstellung zum Mitnehmen“, mit der sich das Museumserlebnis zu Hause fortsetzen lässt. *br*   Mit der Neuauflage des Museumsführers findet die Modernisierung des Archäologischen Museums Colombischlössle zu einem gelungenen Abschluss. 2024 eröffnete die frühmittelalterliche Schatzkammer als letzter neugestalteter Raum der Dauerausstellung, im Februar 2025 kamen die neue „ArCo-Museum“-App sowie der Medienraum „Zeitmaschine“ dazu. Nun liegt ein Buch vor, das den Museumsbesuch dauerhaft ergänzt und vertieft. Gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und der Leitenden Direktorin der Museen Freiburg Jutta Götzmann stellt Helena Pastor, Direktorin des Archäologischen Museums Colombischlössle, den Museumsführer am Mittwoch, 3. Dezember, um 19 Uhr vor. Für musikalische Begleitung und Einstimmung in die Adventszeit sorgt das Blechbläserquintett „Freiburg Brass“ der Musikschule Freiburg. *br*   Der Band ist für 18,50 Euro an der Museumskasse und im Museumshop, Salzstraße 32/34, erhältlich und wird am Abend der Vorstellung auf Wunsch weihnachtlich verpackt. *br*   Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs bis 19 Uhr geöffnet. Regulär kostet der Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, für Mitglieder des Freundeskreises, mit Freiburg-Pass und mit Museums-Pass-Musées ist er frei.
Meldung vom 20.11.2025

MAL ER, MAL SIE: Neue Sonderausstellung mit Werken von Artur Stoll und Olga Jakob im Museum für Neue Kunst

Was ist Malerei – und was kann sie sein? Mit der neuen Ausstellung „MAL ER, MAL SIE. Artur Stoll und Olga Jakob“ stellt das Museum für Neue Kunst ab Samstag, 22. November, zwei Künstler*innen vor, deren Werke aus unterschiedlichen Zeiten stammen, sich aber in einer gemeinsamen Fragestellung begegnen: Wie lässt sich Malerei denken, erleben und erfahren? Die Schau läuft bis Sonntag, 12. April, 2026. *br*  Den gebürtigen Freiburger Artur Stoll (1947 bis 2003) und die in Köln aufgewachsene Olga Jakob (*1985 in Kyjiw) verbindet das Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe – rund 40 Jahre liegen zwischen ihren Studienzeiten und ihren künstlerischen Ansätzen. Während Stoll mit dickflüssiger, schwerer Ölfarbe arbeitet, die er formt, ritzt und schichtet, nutzt Jakob durchscheinende Materialien wie Olivennetze, Textilbahnen oder Seidenpapier, die sie in raumgreifende Installationen überführt. Was bei Stoll massiv wirkt, scheint bei Jakob leicht und fragil. Die Ausstellung bringt erstmals beide Positionen miteinander in einen Dialog. Sie zeigt Werke Stolls aus der renommierten Sammlung Morat und stellt ihnen aktuelle Arbeiten von Olga Jakob gegenüber. *br*   Stolls Malerei bleibt trotz aller Abstraktion im Gegenständlichen verwurzelt. Seine „Wunderblume“, ein wiederkehrendes Motiv, zeugt von seiner Faszination für das Sichtbare im Wandel – für Wachstum, Werden und Vergehen. In der 17-teiligen Arbeit „De Norso“ porträtiert er sein Heimatdorf Norsingen. Wer mag, kann an einem Modell eigene Anordnungen erproben; an ausgewählten Terminen hängen die Kuratorinnen das Werk gemeinsam mit Besucher*innen in der Ausstellung um. *br*   Jakob schafft ihre Werke, indem sie Fäden zieht, Stoffe bearbeitet und Papier schichtet. Raum, Licht und sogar das Geräusch des Materials werden Teil ihrer Arbeiten, die sich mit jedem Schritt der Betrachtenden verändern. Speziell für die Ausstellung entstand die Installation „Ondit Murmur“, die zwei Räume umfasst und von Besuchenden bewegt werden kann – so entstehen fortlaufend neue Perspektiven. Auch früher gezeigte Werke – zum Beispiel „Fama“ – passt Jakob den räumlichen Gegebenheiten an. *br*   Beide künstlerische Positionen regen dazu an, Malerei nicht als festgeschriebene Kategorie zu verstehen, sondern als lebendigen Prozess. Im Rundgang rücken Begriffe wie Nähe und Ferne, Material und Bewegung, Verdichtung und Auflösung in den Fokus. Viele Fragen leiten die Besucher*innen: Wie erfahre ich ein Werk? Wann entsteht Ähnlichkeit, wann Abstraktion? Welche Beziehung geht ein Werk mit dem umgebenden Raum ein? *br*   Im begleitenden Programm stehen unter anderem zwei Abende unter dem Motto „MAL ER, MAL SIE. MAL DU! Wine & Paint“ – nach einer Kurzführung dürfen Teilnehmende bei einem Glas Wein selbst zum Pinsel greifen. In der Reihe „Perspektivwechsel“ betrachten drei Gäste das Projekt aus ungewohnten Blickwinkeln: Simone Thomas, Frauenbeauftragte der Stadt Freiburg, Christoph Valentien, Fotograf und Freund Artur Stolls, und Hermann-Joseph Krieg, Ortsvorsteher von Norsingen. Auch musikalisch wird die Begegnung von Stoll und Jakob neu interpretiert: Der Kammerchor Freiburg präsentiert das Konzert „Aspiration“ mit Werken von Alice Parker, Carol Barnett, Ysaÿe Barnwell und Edward Elgar. Studierende der Musikhochschule Freiburg gestalten unter Leitung von Christine Löbbert und Phileas Baun das klingende Projekt „Schlag auf Schlag“. Alle aktuellen Veranstaltungen gibt es unter www.museen.freiburg.de/mnk/sonderausstellungen-mnk . *br* Lisa Bauer-Zhao und Christine Litz haben die Ausstellung kuratiert. Unterstützt wurden sie von Eva Kallenberger. Beate Reutter hat das Begleitprogramm erarbeitet. *br*   Das Museum für Neue Kunst, Marienstraße 10a, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Unter 27 Jahren, für Mitglieder des Fördervereins, mit Freiburg-Pass und mit Museums-PASS-Musées ist er frei. Tickets gibt es an der Museumskasse oder unter www.museen-freiburg.de/shop .
Meldung vom 22.10.2025

Urformen: Neue Ausstellung über die Eiszeitkunst Europas im Archäologischen Museum Colombischlössle

Kunst in der Eiszeit? Und ob! Vor rund 45.000 Jahren kamen moderne Menschen nach Europa und fertigten meisterhaft gearbeitete Kunstwerke – darunter kleine Figuren von Menschen und Tieren, die uns zeigen, wie sie ihre Lebenswelt wahrgenommen haben. Die Ausstellung „Urformen. Eiszeitkunst Europas“ präsentiert ab Donnerstag, 23. Oktober, im Archäologischen Museum Colombischlössle die berühmtesten Eiszeitfiguren Europas als detailgetreue Nachbildungen – anfassen ist ausdrücklich erwünscht! Hinzu kommen Originale aus dem Badischen Landesmuseum wie eine stilisierte Frauenfigur und ein verzierter Lochstab aus der Fundstelle Petersfels bei Engen. Die Wanderausstellung wurde von der Arbeitsgemeinschaft Weltkultursprung konzipiert und läuft in Freiburg bis Sonntag, 8. März 2026. *br*  23 Kunstwerke aus der Altsteinzeit stehen im Mittelpunkt der Schau. Die Originale stammen aus Deutschland, Frankreich, Tschechien, der Slowakei, der Ukraine und Russland, sie sind zwischen 40.000 und 12.000 Jahre alt. Ob Tierdarstellungen, menschliche Figuren oder rätselhafte Mischwesen: Die kleinen Skulpturen aus Mammutelfenbein, Knochen oder Geweih beeindrucken bis heute durch ihre Ausdruckskraft. Sie erzählen Geschichten einer Epoche, die von Kälte, Mobilität und Überlebenskampf geprägt war. Mammuts, Pferde oder Höhlenlöwen – die mächtigen Tiere der Eiszeit – tauchen ebenso auf wie weiblich gedeutete Figuren oder Mischwesen, die menschliche und tierische Züge vereinen. Viele Originale sind nur fragmentarisch erhalten. Für die Ausstellung wurden sie aufwendig rekonstruiert – als Tastobjekte vermitteln sie die Kunstfertigkeit unserer Vorfahren. *br*   Ein besonderer Fokus der Ausstellung liegt auf Südbaden: Am Petersfels bei Engen entstanden vor rund 14.000 Jahren die ältesten Kunstwerke der Region: Schmuck und abstrakte Figuren aus Gagat und anderen Materialien. Feine Gravuren spiegeln genaue Beobachtung der Tierwelt wider und zeugen von einer erstaunlichen Liebe zum Detail. *br*   Auch die Höhlen der Schwäbischen Alb gehören zu den bedeutendsten Fundorten Europas. Hier wurden die vielleicht ältesten Kunstwerke des Kontinents geschaffen, darunter der berühmte „Löwenmensch“ – eine Skulptur, die als Replik präsentiert wird. Musikinstrumente wie Flöten aus Vogelknochen oder Mammutelfenbein weisen zudem auf soziale und rituelle Praktiken hin. Aufgrund ihrer einzigartigen Funde zählen die Höhlen Geißenklösterle, Hohle Fels, Vogelherd und Hohlenstein-Stadel seit 2017 zum UNESCO-Welterbe. *br*   Die Ausstellung widmet sich auch Geschlechterdarstellungen in der Eiszeit. Viele Figuren werden traditionell als weiblich interpretiert. Doch manche Objekte passen nicht in ein binäres Schema: Sie vereinen Merkmale, die wir heute unterschiedlichen Geschlechtern zuschreiben würden. Offenbar dachten die Menschen damals nicht in klar getrennten Kategorien. Die Ausstellung lädt Besucher*innen ein, diese Vielfalt mit heutigen Fragen nach Identität und Geschlecht in Beziehung zu setzen. *br*   Hands-On-Stationen mit Originalmaterialien wie Mammutelfenbein, Gagat oder Knochen, Nachbildungen von Funden, eine Riechstation oder Flötenmusik sprechen alle Sinne an. Ein Poetry Slam, eine interdisziplinäre Podiumsdiskussion, Höhlenführungen mit „Fackel“ oder Workshops für Klein und Groß: Zahlreiche Veranstaltungen begleiten die Schau – darunter auch inklusive Formate. Alle Termine gibt es unter www.museen.freiburg.de/kalender . *br*   In der Adventszeit gibt es außerdem eine besondere Aktion: Freitags, vom 28. November bis einschließlich 19. Dezember, sind der Eintritt ins Museum sowie eine Kurzführung um 15 Uhr kostenfrei. *br*   Das Archäologische Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs bis 19 Uhr geöffnet. Regulär kostet der Eintritt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, für Mitglieder des Freundeskreises, mit Freiburg-Pass und mit Museums-Pass-Musées ist er frei.
Meldung vom 17.09.2025

Einmalige Einblicke: „Extrablatt“ präsentiert selten gezeigte Werke im Haus der Graphischen Sammlung / Neue Reihe startet am Mittwoch, 24. September

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Extrablatt“ bietet das Haus der Graphischen Sammlung besondere Einblicke: Einmal im Monat öffnen Mitarbeiter*innen des Augustinermuseums und des Museums für Neue Kunst Mappen mit Zeichnungen und Drucken und präsentieren den Besucher*innen Arbeiten, die sonst im Grafik-Depot verborgen bleiben. *br*  Den Auftakt macht am Mittwoch, 24. September, um 12.30 Uhr Felix Reuße, Leiter der Graphischen Sammlung des Augustinermuseums, mit bislang noch nicht ausgestellten Ankäufen und Schenkungen des Augustinermuseums. Es folgen weitere Termine, immer mittwochs, um 12.30 Uhr: Am 15. Oktober stellt Isabel Herda, Leiterin der Graphischen Sammlung des Museums für Neue Kunst, eindrucksvolle Selbstbildnisse von Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts vor – darunter Werke von Gretel Haas-Gerber, Käthe Kollwitz, Maria Lassnig, Priska von Martin und Hanna Nagel. Am 19. November präsentiert das Augustinermuseum Blätter aus der Serie „Die Schrecken des Krieges“ von Francisco de Goya und am 10. Dezember zeigt das Museum für Neue Kunst Holzschnitte des Schriftstellers und Künstlers Christoph Meckel. *br*   Die Teilnahme an der Veranstaltung im Haus der Graphischen Sammlung, Salzstraße 32/34, kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets sowie eine Übersicht aller Termine gibt es im Online-Shop unter www.museen-freiburg.de/shop/veranstaltungen/extrablatt *br*  Im Zuge der bevorstehenden Fertigstellung des dritten Bauabschnitts im Augustinermuseum legt das Haus der Graphischen Sammlung bis Juni 2026 eine Ausstellungspause ein – dank des neuen Veranstaltungsformats müssen Grafik-Fans dennoch nicht auf Kunstgenuss verzichten. *br*  Hinweis an die Redaktionen: Anbei ein Bild zur freien Verwendung Blick ins Grafikmagazin im Haus der Graphischen Sammlung, Foto: Rita Eggstein
Meldung vom 26.08.2025

"Bei Anruf Kultur" - Dokumentationszentrum Nationalsozialismus beteiligt sich an inklusivem Angebot

Von zu Hause aus anrufen und an einer Führung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) teilnehmen – das ist ab sofort möglich. Das DZNS beteiligt sich an dem Angebot "Bei Anruf Kultur", das Menschen unabhängig von einer sozialen Beeinträchtigung, ihrem Wohnort oder ihrer Mobilität Zugang zu Kultur ermöglicht. Der erste Termin ist Dienstag, 2. September, um 15 Uhr. *br* Das DZNS in Freiburg widmet sich im ehemaligen Verkehrsamt von 1936 auf drei Etagen der NS-Geschichte der Stadt. Unter dem Motto "Am historischen Ort. Das städtische Verkehrsamt von 1936" nimmt die Geschichtsvermittlerin Ella Detscher die Teilnehmenden am Telefon mit durch die Ausstellung und beschreibt die visuellen Inhalte entlang des Rundgangs. Im Fokus stehen die historischen Spuren des Ortes: Was hat ein Verkehrsamt mit Nationalsozialismus zu tun? Was zeigt das riesige Wandgemälde von Theodor Kammerer? Welche Spuren des Luftschutzkellers sind noch erkennbar? *br* Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist telefonisch unter 040 20940436 oder unter folgendem Link erforderlich: www.beianrufkultur.de/programm/termin/am-historischen-ort-das-staedtische-verkehrsamt-von-1936 . Direkt nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmenden eine Festnetznummer, über die sie sich am Veranstaltungstag bequem von zu Hause einwählen können. *br* "Bei Anruf Kultur" entstand 2021. Im Corona-Lockdown starteten der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg und Grauwert, Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen, gemeinsam mit einigen Museen in Hamburg das Projekt. Mittlerweile ist es ein überregionales Angebot, das verschiedenste kulturelle Inhalte von über hundert Kultureinrichtungen bundesweit vermittelt.
Meldung vom 23.08.2025

Mit der „Zeitmaschine“ durchs Colombischlössle: Neue Museums-Rallye lädt Kinder zur Zeitreise durch die Jahrtausende ein

Im Archäologischen Museum Colombischlössle wartet ein neues Abenteuer: Ab sofort können sich Kinder ab 8 Jahren mit der Rallye „Zeitmaschine“ auf eine spannende Reise durch die Jahrtausende begeben. Von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter entdecken die jungen Besucher*innen spielerisch archäologische Funde und deren Geschichten aus vergangenen Zeiten. *br* Was stellten Steinzeitmenschen aus Tierknochen her? Welche Werkzeuge benutzen römische Legionäre? Und wofür stehen die geheimnisvollen Runen auf den Anhängern von stolzen Reitern und mächtigen Frauen? Auf ihrem Rundgang durch das Museum lösen die Kinder knifflige Aufgaben und lernen dabei vergangene Kulturen kennen. Die Rallye ist an der Museumkasse für 1 Euro erhältlich. *br*  Wer nach der Rallye noch tiefer in die Vergangenheit eintauchen möchte, kann die kostenfreie „ArCo-Museum“-App nutzen. Auf dem eigenen Smartphone tauchen die Kinder bei einem Hörspiel mit den Figuren Briana und Enno in das Leben der Menschen aus der Eisenzeit ein. Die App ist kostenlos in allen App-Stores für iOS- und Android-Geräte verfügbar. *br*  Draußen warten schon die nächsten Abenteuer: Auf dem benachbarten Colombini-Spielplatz können die kleinen Zeitreisenden weiter in die römische Welt eintauchen – ob auf dem Streitwagen, dem Kastell oder in der Schmiede. *br*  Das Archäologischen Museum Colombischlössle, Rotteckring 5, hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet derzeit 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren, für Mitglieder des Freundeskreises, mit Freiburg-Pass und mit Museums-PASS-Musées ist er frei.
Meldung vom 22.07.2025

Erfolgreiche Zwischenbilanz im neuen Dokumentationszentrum Nationalsozialismus: 22.000 Besucher*innen seit Eröffnung im März

Vor vier Monaten hat das neue Dokumentationszentrum Nationalsozialismus (DZNS) seine Türen geöffnet. Das Haus am Rotteckring wurde sehr gut angenommen, insgesamt haben mehr als 22.000 Menschen die dreisprachige Dauerausstellung und den Gedenkraum besucht. Neben Gästen aus Freiburg und ganz Deutschland kamen viele aus den Nachbarländern Frankreich und Schweiz, aber auch aus Israel, Skandinavien, Lateinamerika, Kanada oder den USA. Nachkommen von Freiburger*innen, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden, besuchten den Gedenkraum in Erinnerung an ihre Angehörigen.   *br*Unter der Woche fanden vormittags fast täglich Führungen für Schüler*innen und regelmäßig auch für Erwachsenengruppen statt: Seit der Eröffnung am 21. März gab es 74 gebuchte Führungen für Schulklassen und 72 für Erwachsenengruppen. Hinzu kamen 58 Schulklassen und 32 Erwachsenengruppen, die vor Ort das App-Angebot nutzten oder von Lehrpersonen bzw. eigenen Guides angeleitet wurden. Hier spiegelt sich auch der Erfolg von Fortbildungen für Lehrkräfte wider, die zu unterschiedlichen Themen angeboten wurden und auf großes Interesse stießen. Die öffentlichen Führungen am Sonntag waren wie die Lesungen, Podiumsdiskussionen oder Vorträge im Foyer bisher immer ausgebucht. Bei öffentlichen Kurzführungen unter der Woche, Kulturpause und Feierabendführung, war die Nachfrage ebenfalls hoch.   *br*Oberbürgermeister Martin Horn betont: „Die hohe Nachfrage zeigt, wie groß das Interesse an diesem wichtigen Ort ist – in Freiburg, aber auch weit darüber hinaus. Das Dokumentationszentrum ist mir ein echtes Herzensanliegen, es ist ein wichtiger Baustein im Einsatz für unsere Demokratie. Hier ist ein Ort des Erinnerns entstanden, des Nachdenkens und vor allem des Lernens für die Zukunft. Der gelungene Start ist auch ein Verdienst der engagierten Arbeit aller Beteiligten im Vorfeld und im Betrieb“.   *br*Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach ergänzt: „Ich freue mich, dass die Angebote des NS Dokumentationszentrums gerade von jungen Menschen so gut angenommen werden. Sie sind ein unschätzbarer Beitrag zur Demokratiebildung. Die zunehmende Geschichtsvergessenheit beweist, wie wichtig gerade in diesen politisch unruhigen Zeiten Aufklärung und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sind.“   *br*Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, Rotteckring 14, ist von Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Dienstag von 10 bis 19 Uhr. Bis März 2026 ist der Eintritt frei. Weitere Informationen gibt es unter www.museen.freiburg.de/dzns .   *br* Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus ist eine Außenstelle des Augustinermuseums und fünftes Haus im Verbund der Museen Freiburg. Es ist mit seiner Dauerausstellung „Hinter den Fassaden. Freiburg im Nationalsozialismus“ seit dem 21. März in den Räumen des früheren Verkehrsamts von 1936 untergebracht, zu denen auch ein ziviler Luftschutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg gehört. Das Haus steht unter Denkmalschutz, seine eigene Vergangenheit ist Teil der Präsentation. Auf drei Etagen gibt es historische Objekte, Reproduktionen, interaktive Elemente und digitale Medien verteilt auf vier „ZeitRäume“. Im Fokus stehen beispielhafte Biografien unterschiedlicher Akteur*innen, konkrete Orte und Ereignisse. Ein zentraler Ort der Erinnerung befindet sich im überdachten Innenhof. Der neu errichtete Gedenkraum ist allen Menschen aus Freiburg gewidmet, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Von den aktuell 1048 sichtbaren Namen sind bisher 700 Biografien über die Museen Freiburg App abrufbar. In den kommenden Jahren sollen die Recherchearbeiten zum Gedenkraum durch die Unterstützung des Fördervereins und durch eine Förderung des Landes Baden-Württemberg intensiviert werden. Die 700 Biographien sollen vervollständigt werden und zu verfolgten Menschen und Gruppen, zu denen bislang wenig bekannt ist, soll geforscht werden.
Meldung vom 14.07.2025

Freiburger Museumsnacht pausiert 2025 und 2026

2025 und 2026 findet keine Freiburger Museumsnacht statt. Das Team der Museen Freiburg hat sich im letzten halben Jahr auf die Eröffnung und Inbetriebnahme des neuen Dokumentationszentrums Nationalsozialismus fokussiert und konzentriert sich jetzt auf die Fertigstellung und Bespielung des dritten Bauabschnitts im Augustinermuseum. Beide Großprojekte wurden bzw. werden von Festwochenenden mit umfangreichem Programm begleitet. Die anderen Häuser des Verbunds laden über das Jahr verteilt ebenfalls zu spannenden Veranstaltungen und Aktionstagen ein. Das Museum für Neue Kunst beteiligt sich am Freitag, 19. September, an der Nocturne und hat bis Mitternacht geöffnet. Am Sonntag, 16. November, findet im Museum Natur und Mensch ein großer Familientag statt und auch das Colombischlössle-Fest 2026 ist schon in Planung. Bis zur nächsten Freiburger Museumsnacht 2027 folgen weitere Programmhighlights an allen fünf Standorten. Aktuelle Infos gibt es unter www.museen.freiburg.de/kalender.
Meldung vom 12.05.2025

Neue Sammlungspräsentation: Ab Dienstag, 13. Mai, zeigt das Museum für Neue Kunst Werke von Susi Juvan

Farben, Formen, Flächen, Linien: Die Werke von Susi Juvan sind vielschichtig und lebendig. Ab Dienstag, 13. Mai, zeigt das Museum für Neue Kunst acht Gemälde der Freiburger Künstlerin aus dem eigenen Bestand. Bis März 2026 sind die Arbeiten in einem Raum der ständigen Sammlung zu sehen. *br* Juvan, 1950 in Ebersbach geboren, studierte von 1972 bis 1978 bei Peter Dreher an der Außenstelle Freiburg der Kunstakademie Karlsruhe. Sie erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen für ihre Arbeit, darunter den Freiburger Reinhold-Schneider-Preis für Bildende Kunst 2016. *br*   Susi Juvan arbeitet mit Vorbildern – darunter gefundene oder gesammelte Motive, wie private Schnappschüsse, Zeitungsfotos oder klassizistische Porträtmalereien. Sie sprechen die Künstlerin an, lösen etwas in ihr aus und regen sie zum Malen an. *br*   Das Museum für Neue Kunst ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 27 Jahren sowie mit Museums-PASS-Musées ist der Eintritt frei. Mehr auf www.museen.freiburg.de/mnk

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